|
Die Vertreterversammlung der KV Bremen hat am Dienstagabend bei
nur zwei Enthaltungen ihren Boykott-Beschluss der elektronischen
Gesundheitskarte (eGK) aus dem Vorjahr einkassiert. Damit ist der
Weg frei für eine Kostenerstattung neuer Lesegeräte. KV-Mitglieder
können nun ab dem 1. April 2011 eine finanzielle Förderung
beantragen. An ihrer grundsätzlichen Ablehung der eGK halten die
Mitglieder der Vertreterversammlung allerdings fest. Gleichwohl
könne man die Einführung nicht mehr verhindern, so der Tenor. Ein
Festhalten an dem Beschluss aus dem September 2010 hätte den
Vorstand gebunden und damit einen beträchtlichen finanziellen
Nachteil für die Mitglieder der KV Bremen bedeutet. Die
Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Anschaffung neuer
Lesegeräte finanziell zu fördern. Für Bremen und Bremerhaven steht
eine Ausschüttungssumme von rund 1,3 Mio. Euro bereit.
Über die Modalitäten der Förderung sowie weitere Hintergründe zur
Einführung der eGK in Bremen und Bremerhaven wird die KV ihre
Mitglieder in den kommenden Wochen ausführlich informieren. |