18 Prozent mehr Honorar in der Unfallversicherung

18.10.2017 |

Die Gebühren nach der UV-GOÄ werden in den kommenden vier Jahren um 18 Prozent steigen. Zunächst werden die Sätze ab 1. Oktober um acht Prozent erhöht. Danach folgen drei Stufen mit einer Erhöhung von je drei Prozent, jeweils zum 1. Oktober 2018, 2019 und 2020. Die Erhöhungen sind allesamt basiswirksam, sodass sich eine Steigerung von insgesamt 18 Prozent ergibt.

Zudem werden zum 1. Oktober für Anästhesieleistungen neue Leistungslegenden eingeführt. Auch damit sind deutlich höhere Gebühren verbunden.

Einige Gebühren sind von der linearen Erhöhung ausgenommen. Dabei handelt es sich unter anderem um Gutachtergebühren, Schreibgebühren, Gebühren für die Hautkrebsbehandlung, Gebühren des Teils M „Labor“, Zuschläge für das ambulante Operieren und für ambulante OP-Leistungen.

Für den Fall, dass Ihre Praxis noch nicht über eine angepasste Praxissoftware verfügt, wird empfohlen, ab Oktober erbrachte Leistungen erst dann abzurechnen, wenn diese nach den neuen Gebühren dargestellt werden können. Nachberechnungen sollten möglichst vermieden werden.

Die neuen Honorarsätze sind von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit den Trägern der Unfallversicherung ausgehandelt worden. Die neue UVGOÄ mit den aktualisierten Gebühren ist bereits auf der Internetseite der KBV zu finden: www.kbv.de/html/uv.php