Änderung in der UV-GOÄ und im Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger

22.01.2021 |

Zum 1. Januar 2021 wurden mehrere Änderungen beschlossen, die die Gebührenordnung für Ärzte in der Unfallversicherung (UV-GOÄ), den Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger und die Verlängerung der Hygienepauschale betreffen.

Änderungen UV-GOÄ

Die Leistungslegende der Nr. 5255 UV-GOÄ wurde dahingehend erweitert, dass der Durchgangsarzt jetzt auch die Möglichkeit hat, seinen Aufwand bei der Beurteilung von anderweitig gefertigten Schnittbildern abzurechnen. Zusätzlich wird klargestellt, dass der Zuschlag 5298 UV-GOÄ für die Anfertigung von digitalen Röntgenaufnahmen bei den Nummern 5010 bis 5290 UV-GOÄ berechnungsfähig ist, jedoch nicht bei den Nummern 5255 bis 5257 UV-GOÄ.

Vertrag Ärzte/Unfallversicherung

Ärzte, die die Erstversorgung von Unfallverletzten vornehmen, insbesondere Kinder- und Jugendärzte sowie Hausärzte, müssen nach dem § 14 Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger immer eine Ärztliche Unfallmeldung abgeben. Durch die Änderungen im Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger ist die Ärztliche Unfallmeldung (F 1050) jetzt auch in den Fällen der Vorstellungspflicht an den Durchgangsarzt nach § 26 Vertrag Ärzte/Unfallversicherung zu erstellen. Nur dann ist das Formular F 1050 (Gebühr nach Nr. 125 UV-GOÄ) abrechenbar und nicht die Nr. 145 UV-GOÄ (Überweisungsgebühr). Die Geltendmachung beider Gebühren ist unzulässig. Die Überweisungsgebühr Nr. 145 UV-GOÄ bleibt für anderweitige Anwendungsfälle bestehen.

Zusätzlich ist zum 1. Januar 2021, aus Anlass von Rechtsänderungen im SGB VII, der Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger geändert worden. Die Änderungen betreffen den Wegfall des Unterlassungszwangs, Erleichterungen bei der Ursachenermittlung und die Förderung der Forschung zu Berufskrankheiten. Somit sind auch Änderungen in § 41 Absatz 1 und 2 im Hinblick auf die Vorstellungpflicht auch ohne Tätigkeitsaufgabe und die Erstattung des Hautarztberichts F 6050 bei einem begründeten Verdacht einer Berufskrankheit im Sinne der BK-Nr. 5101 erfolgt.

Verlängerung der Hygienepauschale

Des Weiteren werden die Sonderregelungen in der Unfallversicherung, wie die im Mai 2020 vereinbarte Hygienepauschale für Durchgangsärzte, mit der sich die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung an den Mehraufwendungen für Infektionsschutz während der COVID-19-Pandemie beteiligen, sowie die Möglichkeit der Durchführung von Videosprechstunden bei der Behandlung von Unfallverletzten bis zum 31. März 2021 verlängert.