Änderungen beim Mammographie-Screening-Programm

03.07.2020 |

Beim Mammographie-Screening-Programm treten zum 1. Juni 2020 rückwirkend einige Änderungen in Kraft.

Konsensuskonferenz jetzt auch online möglich
Die Konsensuskonferenz zur Befundung von Mammographieaufnahmen kann künftig auch online erfolgen. Hierfür wurde der Absatz 1 in § 11 „Durchführung der Konsensuskonferenz“ entsprechend angepasst. Ein neuer Anhang 14 regelt die organisatorischen und apparativen Vorgaben für die Durchführung von Online-Konsensuskonferenzen.

Übergangsregelungen zur flexibleren Durchführung von Fortbildungskursen
Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden befristet bis zum 31. Dezember 2020 Übergangsregelungen für die Durchführung von Fortbildungskursen vereinbart. So können Abweichungen von den Fristen und der Reihenfolge der Fortbildungskurse zum Erhalt der fachlichen Befähigung und der angeleiteten Tätigkeiten anerkannt werden. Außerdem ist die Anerkennung eines Fortbildungskurses gemäß Anhang 2 auch dann möglich, wenn dieser online durchgeführt wird. Die Übergangsregelungen wurden als Buchstaben m) und n) in § 41 aufgenommen.

Klarstellung der Anforderung an den Referenzpathologen
Eine weitere Anpassung betrifft die Klarstellung der Anforderung an den Referenzpathologen in § 20 Absatz 2. Demnach erfolgt die Durchführung der histopathologischen Zweitbefundung jetzt durch einen im Mammographie-Screening erfahrenen Pathologen, der hierfür von dem jeweiligen Leiter des Referenzzentrums benannt wird.

Differenziertere Wartefrist im Rahmen der Abklärungsdiagnostik
Bereits zum 5. Februar 2016 wurden in Anhang 10 einzelne Grenzwerte der Leistungsparameter im Rahmen der Rezertifizierung von Screening-Einheiten geändert. Hierbei wurde die Frist für die Wartezeit im Rahmen der Abklärungsdiagnostik differenziert. Demnach ist die Wartefrist zwischen dem Beginn der Abklärung und der Mitteilung des Ergebnisses von höchstens einer Woche bei 70 Prozent der Frauen und von höchstens zwei Wochen bei 90 Prozent der Frauen einzuhalten. Entsprechend dieser differenzierten Betrachtung wurden nun die Vorgaben an die interne Qualitätssicherung in § 15 Absatz 2 Buchstabe a) und an die Evaluation der Qualitätssicherungsmaßnahmen in § 36 Absatz 3 Buchstabe e) um eine Nummer 11 ergänzt.

Verlegung des Termins für die Zertifizierung bzw. Rezertifizierung der Dokumentationssoftware
Die turnusgemäße Veröffentlichung der Protokolle zur Dokumentation und Evaluation wurde auf den 1. Februar verlegt und der Termin für die Zertifizierung bzw. Rezertifizierung der Dokumentationssoftware wurde auf den 1. Oktober verschoben (§ 32 Absatz 2 und 3), damit die jeweils neue Version der Software zum Jahreswechsel eingesetzt wird und nicht wie bisher unterjährig.

Die aktuelle Anlage 9.2 des BMV-Ä finden sie unter https://www.kbv.de/media/sp/09.2_Mammographie.pdf