Aktualisierte Ultraschall- Vereinbarung enthält Regelungen zu Endosonographiesonden

21.10.2019 |

Die Partner des Bundesmantelvertrages haben zum 1. Oktober 2019 eine Änderung der Ultraschall-Vereinbarung beschlossen. Hierbei geht es um die Hygiene und Aufbereitung von Endosonographiesonden. Konkret wird in der Vereinbarung ergänzt und damit klargestellt, dass Vertragsärzte neben dem Verfahren, das ein Hersteller in der Gebrauchsanweisung angibt, auch ein alternatives Verfahren zur Aufbereitung anwenden dürfen.

Vor der erstmaligen Inbetriebnahme von Endosonographiesonden muss sichergestellt sein, dass der Hersteller in der Gebrauchsanweisung mindestens ein wirksames und materialverträgliches Desinfektionsverfahren angegeben hat. Dies ist in § 9 Absatz 4 der Ultraschall-Vereinbarung geregelt. Daraufhin haben einige Hersteller das von ihnen benannte Verfahren als das einzig zulässige vorgeschrieben.

Mit der neuen Ergänzung wird nun klargestellt, dass auch alternative Desinfektionsverfahren erlaubt sind. Demnach kann im Einklang mit der Medizinprodukte-Betreiberverordnung eine ordnungsgemäße Aufbereitung eines Medizinproduktes auch bei Verwendung alternativer Desinfektionsverfahren durch den Arzt vermutet werden, wenn der Arzt dabei die gemeinsame Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert Koch-Institut und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten beachtet.