Anpassungen in der Onkologie-Vereinbarung zum 1. Januar 2019

14.01.2019 |

Zum 1. Januar 2019 ergeben sich Anpassungen in der Onkologie-Vereinbarung bzw. in der Umsetzungsvereinbarung. Die Änderungen beziehen sich auf diese drei Punkte:

  • Neue Kostenpauschale für orale zytostatische Tumortherapie
  • Zusatzweiterbildung Palliativmedizin ist Pflicht
  • Befristung für GOP 86518 ist aufgehoben

Neue Kostenpauschale für orale zytostatische Tumortherapie
Zum 1. Januar 2019 wurde die GOP 86520 (92,64 Euro) für orale zytostatische Tumortherapie als Zuschlag zu den Kostenpauschalen 86510 und 86512 in die Onkologie-Vereinbarung aufgenommen.

Die Kostenpauschale 86520 schließt die Gespräche im Zusammenhang mit einer peroralen zytostatischen Tumortherapie ein und ist bei einer ausschließlich hormonell bzw. antihormonell wirkenden Therapie (ATC-Klasse L02-Endokrine Therapie) nicht berechnungsfähig.

Die GOP 86520 ist nur unter Angabe (im freien Begründungstext, Feldkennung 5009) des/der verwendeten Medikaments/Medikamente und einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden für die orale zytostatische Tumortherapie keine Mindestpatientenzahlen gefordert.

Die Aufnahme der GOP 86520 führt ebenfalls zu einer Anpassung der im Land Bremen geltenden Umsetzungsvereinbarung der Onkologie-Vereinbarung. Sofern nicht alle Teilnahmevoraussetzungen gemäß § 3 Abs. 3 der Umsetzungsvereinbarung erfüllt werden, muss die Kostenpauschale nach GOP 86520 mit der Kennzeichnung „B“ (Basisvergütung 69,48 Euro) abgerechnet werden.

Betroffene Ärzte erhalten von der KV Bremen eine aktualisierte Genehmigung.


Zusatzweiterbildung Palliativmedizin ist Pflicht

Neu ist, dass ein Arzt mit der Zusatzweiterbildung Palliativmedizin in der onkologischen Kooperationsgemeinschaft vertreten sein muss.

Ärzte, die vor dem 31. Dezember 2018 eine Genehmigung zur Teilnahme an der Onkologie-Vereinbarung erhalten haben, müssen bis zum 28. Februar 2019 den kooperierenden palliativmedizinischen Arzt an die KV Bremen melden. Dafür ist ein formloser Nachweis erforderlich, damit eine Genehmigung ausgestellt werden kann.

 

Aufhebung der Befristung der GOP 86518

Die Befristung für die Kostenpauschale nach GOP 86518 (Zuschlag zu GOP 86510 / 86512 für die Palliativversorgung) wurde zum 1. Januar 2019 aufgehoben.

Die GOP 86518 kann für die Palliativversorgung auch nach der Operation abgerechnet werden, also bei progredientem Verlauf der Krebserkrankung nach Abschluss einer systemischen Chemotherapie oder Strahlentherapie bzw. nach Operation eines Patienten ohne Heilungschance. Bitte achten Sie auf die Einhaltung des Leistungsinhalts mit entsprechender Dokumentation.

 

Die Onkologie-Vereinbarung sowie die Umsetzungsvereinbarung der KV Bremen sind auf der Homepage der KV Bremen abrufbar. Genehmigungen