Anzahl konkretisiert: So viele Termine melden Psychotherapeuten an die Terminservicestelle

18.07.2019 |

Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ergibt sich für niedergelassene Psychotherapeuten eine Verpflichtung zur Meldung freier Termine an die Terminservicestelle (PT-Sprechstunde, PT-Akutbehandlung und probatorische Sitzung). Die KV Bremen hat auf Grundlage von Erfahrungswerten und Prognosen folgende Richtwerte festgelegt.

 

 
Termine pro
Woche und
Therapeut
Termine pro
Quartal und
Therapeut
PT-Sprechstunde Erwachsene 1  
PT-Akutbehandlung Erwachsene   2
Probatorische Sitzung Erwachsene   1
PT-Sprechstunde Kinder- und Jugendliche   2
PT-Akutbehandlung Kinder- und Jugendliche   1
Probatorische Sitzung Kinder- und Jugendliche   1

Die Meldung von zwei Terminen zur Akutbehandlung ergibt sich durch die neue Vermittlungsfrist von zwei Wochen (vorher vier Wochen).

Psychotherapeuten, die der Terminservicestelle für die Akutbehandlung oder für probatorische Sitzungen Termine zur Verfügung stellen und diese auch durchführen, sollen nicht benachteiligt werden. Ein neuer Termin muss daher der Terminservicestelle erst nach Beendigung der vermittelten Leistung bereitgestellt werden. Praktisch bedeutet dies, dass bereits gemeldete Termine vom Therapeuten im eTerminservice herausgenommen bzw. blockiert und nach der Therapie wieder freigegeben werden können.

Die KV Bremen ist darauf angewiesen, dass diese Richtwerte von jedem Mitglied eingehalten werden. Ein Termindefizit kann dazu führen, dass die Servicestelle an ein Krankenhaus vermitteln muss. Die dadurch entstehenden Kosten gehen dann zulasten der ambulanten Versorgung.

Die Termine können bequem über das Online-Portal eTerminservice eingetragen und verwaltet werden. Nähere Informationen dazu sowie Anleitungen sind online abrufbar: www.kvhb.de/tss