EBM: Arthroskopie bei Gonarthrose wird deutlich eingeschränkt

09.03.2016 |

Ab dem 1. April 2016 sind Arthroskopien bei Gonarthrose nach den GOP 31142 bis 31145 nur noch in bestimmten Ausnahmefällen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung über den EBM abrechnungsfähig.
 
Zu den wenigen Indikationen gehören Traumata, akute Gelenkblockaden und meniskusbezogene Indikationen, bei denen die bestehende Gonarthrose lediglich als Begleiterkrankung anzusehen ist. Außerdem müssen die vorliegenden Symptome zuverlässig auf die genannten Veränderungen an der Synovialis, den Gelenkknorpeln und Menisken zurückzuführen und durch eine arthroskopische Intervention zu beeinflussen sein. Hintergrund ist die Aufnahme folgender Ausschlüsse in die Anlage II der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (Methoden, die nicht als vertragsärztliche Leistungen zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden dürfen):
 
  • die Gelenkspülung (Lavage, OPS-Kode 5-810.0h)
  • Debridement (Entfernung krankhaften oder störenden Gewebes/Materials (OPS-Kode 5-810.2h)
  • Eingriffe an der Synovialis, den Gelenkknorpeln und Menisken bei:
    - Entfernung freier Gelenkkörper, inkl.: Entfernung osteochondraler Fragmente (OPS-Kode 5-810.4h)
    - Entfernung periartikulärer Verkalkungen (OPS-Kode 5-810.5h)
    - Synovektomie, partiell (OPS-Kode 5-811.2h)
    - Synovektomie, total (OPS-Kode 5-811.3h)
    - Exzision von erkranktem Gewebe am Gelenkknorpel (OPS-Kode 5-812.0h)
    - Meniskusresektion, partiell, inkl.: Meniskusglättung (OPS-Kode 5-812.5)
    - Meniskusresektion, total (OPS-Kode 5-812.6)
    - Knorpelglättung (Chondroplastik, OPS-Kode 5-812.eh)