Arzneimittel-Vereinbarung für 2017 abgeschlossen

07.06.2017 |

Auf der Homepage der KV Bremen finden Sie ab sofort die aktuelle Arzneimittel-Vereinbarung mit den Krankenkassen. Die Vereinbarung nennt u.a. wieder die vorgegebenen Leitsubstanzen. Für die GABA-Analoga wurde Gabapentin als Leitsubstanz vereinbart.

Weiterhin gilt grundsätzlich, dass preisgünstige Generika und wirtschaftliche Biosimilar von den Bremer Vertragsärzten zu verordnen sind. Dieses Ziel wird u.a. dadurch erreicht, ,,dass bei Neueinstellungen von Patienten grundsätzlich immer ein wirtschaftliches Biosimilar zu verordnen ist“ (§ 3 Abs. 7).

Weitere Maßnahmen zur Erreichung der Wirtschaftlichkeitsziele finden Sie in Paragraf 3 der Vereinbarung. Das Ausgabevolumen für Arznei- und Verbandmittel (Ausgabe-Soll) wurde um 3,7 Prozent auf 283,8 Mio. EUR angehoben. Als Sondervolumen für die Hepatitis-C-Behandlung wurde für 2017 ein Betrag von 6 Mio. Euro vereinbart.

Ein Teil des Honoraranstiegs in der Gesamtvergütung für das Jahr 2017 fließt für erwartete Einsparungen im Arzneimittelbereich. Gelingt es der Ärzteschaft als Ganzes die Ausgaben im Zaum zu halten, steigt das Honorar auch in den Folgejahren. Die KV Bremen und die Bremer Krankenkassen haben daher zusätzliche Steuerungsmaßnahmen vereinbart. In Anlage 1 zur Arzneimittel-Vereinbarung finden Sie umsatzstarke Wirkstoffe und deren Wirkstoffalternativen mit Einsparpotentialen. Vor diesem Hintergrund werden Praxen derzeit auch direkt von uns angeschrieben. Die Anlage 1 ist ebenfalls auf der Homepage im Bereich Verträge veröffentlicht.

Richtgrößen für Arzneimittel wurden nach Etablierung der Wirkstoffprüfung jetzt nicht mehr mit den Krankenkassen vereinbart.

 

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