ASV-Bereinigung nach dem Verursacherprinzip

14.06.2017 |

Bei der Bereinigung von Leistungen aus der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) will die KV Bremen die teilnehmenden Ärzte zur Kasse bitten. Die Vertreterversammlung hat auf ihrer Sitzung am 13. Juni 2017 einstimmig eine entsprechende Änderung des Honorarverteilungsmaßstabes (HVM) beschlossen.

Nach Gesetzeslage wird die Gesamtvergütung in einer KV-Region in dem Maße reduziert, wie Leistungen aus der vertragsärztlichen Versorgung in die neue Versorgungsform ASV verlagert werden. Wie diese Bereinigung im Detail ausgestaltet wird, liegt in Händen der jeweiligen KVen. Die KV Bremen wird nach dem Verursacherprinzip die Vergütung gezielt bei den an der ASV teilnehmenden Ärzten bereinigen, soweit dies möglich ist. Analog verfährt die KV Bremen bereits bei der Bereinigung der Hausarztverträge des Hausärzteverbandes.

Bisher findet ASV in Bremen und Bremerhaven nicht statt. Es liegen allerdings erste Anträge und Absichtserklärungen von Krankenhäusern vor. Die ASV umfasst die Diagnostik und Behandlung schwer therapierbarer Krankheiten, deren Behandlung eine spezielle Qualifikation, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und besondere Ausstattung erfordern. Dazu müssen ASV-Teams gebildet werden. Niedergelassene Ärzte können Mitglieder dieser Teams sein. Eine verbindliche Beteiligung aus dem ambulanten Sektor ist allerdings nicht vorgesehen.