Befreiung vom KV Bereitschaftsdienst nur in wenigen Ausnahmen

14.06.2017 |

Die Teilnahme am KV-Bereitschaftsdienst ist eine vertragsärztliche Pflicht. Deshalb hat die Vertreterversammlung der KV Bremen auf ihrer Sitzung am 13. Juni 2017 Befreiungsgründe auf ein Minimum begrenzt. Künftig werden Ärzte aller Fachgruppen unabhängig von ihrem Spezialisierungsgrad zu den Diensten herangezogen.

Daneben hat die Vertreterversammlung auch die bisherige Altersgrenze von 65 Jahren aufgehoben. Wer weiterhin keine Dienste im Ärztlichen Bereitschaftsdienst übernehmen möchte oder sich nicht qualifiziert fühlt, kann sich nun nicht mehr pauschal befreien lassen und muss selbst für eine Vertretung sorgen. Lediglich schwangere Frauen und Mütter werden von dieser Pflicht gänzlich befreit. Hier hat die Vertreterversammlung die Schutzzeit sogar von zwölf auf 24 Monate nach der Entbindung erweitert.

Die Bereitschaftsdienstordnung der KV Bremen wird nun kurzfristig überarbeitet. Sie gilt für die drei Bezirke Bremen-Stadt, Bremen-Nord und Bremerhaven.