Bei Kindern ohne eGK gilt Ersatzverfahren

12.10.2020 |

Früherkennungsuntersuchungen sowie kurative Leistungen können ab dem 1. Oktober 2020 bei Kindern ohne elektronische Gesundheitskarte (eGK) jeweils bis zum vollendeten dritten Lebensmonat über das Ersatzverfahren abgerechnet werden.

Die erste und zweite Früherkennungsuntersuchung nach der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses haben Ärzte bisher über die eGK eines Elternteils abgerechnet, wenn das Kind keine eigene eGK hat. Auch hier ist ab Oktober das Ersatzverfahren anzuwenden, wenn keine eGK des Kindes vorliegt.

Dazu werden folgende Daten – in der Regel bei einem der Elternteile – erhoben:

  • Bezeichnung der Krankenkasse, bei dem das Kind versichert ist
  • Name und Geburtsdatum des versicherten Kindes
  • Versichertenart
  • Postleitzahl des Wohnorts
  • Nach Möglichkeit die Versichertennummer

Durch eine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5) ist von einem Elternteil zu bestätigen, dass das Kind gesetzlich krankenversichert ist. Dies gilt nicht für das Vordruckmuster 19 (Notfall-/Vertretungsschein), sofern es im Notfalldienst versendet wird.