Beratung für Pflegepersonen in HZV Knappschaft

18.01.2021 |

Das Beratungsgespräch für Pflegepersonen ist neuer Bestandteil des 8. Nachtrages zum Hausarztvertrag mit der Knappschaft und der AG Vertragskoordinierung, der am 1. Januar in Kraft getreten ist.

Ziel des Beratungsgesprächs ist die Reduktion gesundheitlicher Risiken und/oder Einschränkungen sowie die Verhinderung weiterer gesundheitlicher Einschränkungen bei pflegenden Personen aufgrund der Pflege. Durch eine gezielte Situationsanalyse, Informationen und Beratungs- und Gesprächsangebote soll eine möglichst frühzeitige Unterstützung ermöglicht werden. Pflegende Personen erhalten eine gezieltes individuelles Unterstützungs- und Präventionsangebot, um ihre Gesundheit, insbesondere Resilienz, und ihr Empowerment zu stärken.

Umsetzung: Die Knappschaft identifiziert eingeschriebene Patienten, die als private Pflegepersonen Pflegebedürftige nach dem SGB XI betreuen und für ein Beratungsgespräch in Frage kommen. Mit Einverständnis dieser Patienten informiert sie den teilnehmenden Hausarzt schriftlich über den Beratungswunsch. Die Praxis vereinbart einen Termin für ein Beratungsgespräch mit dem Patienten. Dieses beinhaltet u.a. eine spezifische Anamnese und Situationsbewertung z.B. über die Selbstauskunft des Patienten anhand der Häuslichen Pflege-Skala (HPS) nach der DEGAM-Leitlinie zu pflegenden Angehörigen sowie die Beratung zu körperlichen und psychosozialen Belangen des Patienten.

Vergütung: Der teilnehmende Hausarzt erhält für das Beratungsgespräch für eingeschriebene Patienten, die als private Pflegepersonen Pflegebedürftige nach dem SGB XI betreuen, eine Pauschale in der Höhe von 30 €. Das Beratungsgespräch ist in einem Zeitraum von vier Quartalen höchstens zweimal berechnungsfähig, danach muss eine erneute Evaluation der Situation durch die Pflegeberatung erfolgen.

Bitte beachten Sie dazu die aktualisierten Dokumente (z.B. Teilnahmeerklärung Hausarzt) zur Vertragsumsetzung auf unserer Homepage unter www.kvhb.de/hausarztvertraege