BKK-Hausarztverträge: Neues Abrechnungsverfahren und höhere Zuschläge für Chroniker

07.09.2020 | 

Ab dem 1. Oktober 2020 ändert sich das Abrechnungsverfahren für die Betreuung von eingeschriebenen Versicherten der BKKen mit einer chronischen Erkrankung. Die Zuschläge zur Versichertenpauschale gemäß der Definition  des EBM nach GOP 99411 bis 99415 (Hausärzte) und GOP 99245 bis 99249 (Kinderärzte) müssen künftig in der Quartalsabrechnung dokumentiert werden.

Im Vergleich zum bisherigen Zuschlag erhöht sich die Pauschale um 3 Pro- zent, sie ist künftig an die Entwicklung des Orientierungspunktwertes gekoppelt.

Für Hausärzte:

Versichertenpauschale  Hausärzte GOP Pauschale
bis 4. Lebensjahr 99411   6,22 €
5. bis 18. Lebensjahr 99412   4,95 €
19. bis 54. Lebensjahr 99413   4,53 €
55. bis 75. Lebensjahr 99414   5,05 €
ab 76. Lebensjahr 99415  

5,83 €

Für Kinder- und Jugendärzte:

Versichertenpauschale  Kinderärzte GOP Pauschale
bis 4. Lebensjahr 99245   6,22 €
5. bis 18. Lebensjahr 99246  4,95 €
19. bis 54. Lebensjahr 99247   4,53 €
55. bis 75. Lebensjahr 99248   5,05 €
ab 76. Lebensjahr 99249  

5,83 €

Sollten in der Abrechnung ein nicht zur Versichertenpauschale passende Zuschlag angesetzt werden, wird dieser durch die KV Bremen in den korrekten Zuschlag geändert.

Weitere Änderungen im Hausarztvertrag mit dem BKK-Landesverband Mitte betreffen die Anbindung des KVHB-Vertragsportals (Einschreibung des Versicherten im KVHB-Vertragsportal) neue Nummerierung der Anlagen, dabei blieben die Inhalte zur Fortbildung der Ärzte oder Regelung zur wirtschaftlichen Verordnung von Blutzuckerteststreifen unverändert.

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