Blaue Briefe der BARMER

13.03.2020 |

Anschreiben und Anrufe der BARMER sorgen derzeit für Verunsicherung bei Bremer Arztpraxen. Die von der BARMER übermittelten Verordnungsauswertungen für bestimmte Arzneimittel (z.B. Biosimilars) und Physiotherapie stehen in keinem direkten Zusammenhang mit der für Bremen vereinbarten Wirtschaftlichkeitsprüfung. Das telefonische Beratungsangebot der BARMER ist daher nicht verpflichtend.

Das Beratungsangebot der Kasse nach § 305 a SGB V  wurde der KV Bremen lediglich zur Kenntnis gegeben. Die Barmer hat die Auswertungen auf Basis eigener Daten (nur Barmer-Patienten) und Auffälligkeits-Kriterien erstellt. So wird in Bremen für Heilmittel nicht nach einem Fachgruppen-Durchschnitt geprüft, sondern nach Richtgrößen bzw. Jahres-Budget (alle Kassen). Eine Beratung durch die BARMER hat keinen Einfluss auf eine eventuelle Pflichtberatung im Rahmen der Prüfvereinbarung für das Land Bremen.

Vereinzelt wurden Praxen bei bestimmten Patienten zur Einstellung der fortgesetzten Verordnung von Krankengymnastik aufgefordert. In diesen Fällen ist ggf. ein Privatrezept auszustellen.