Callcenter übernimmt Patientenanrufe der Terminservicestelle

20.03.2019 |

Um das künftige Aufkommen von Patientenanrufen bei der Bremer Terminservicestelle zu bewältigen, schaltet die KV Bremen den Duisburger Telefondienstleister Sanvartis ein. Dafür hat die Vertreterversammlung der KV Bremen auf ihrer Sitzung am 19. März den Weg geebnet.

Die Einbindung eines Callcenters wird notwendig, weil durch das jüngst verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sich das Telefonaufkommen in der Bremer Servicestelle nach ersten Prognosen mehr als verdoppeln wird. So sieht das Gesetz vor, dass bereits ab Mai 2019 die Terminservicestellen auch Termine bei Haus- sowie Kinder- und Jugendärzten vermitteln müssen. Außerdem ist eine telefonische Erreichbarkeit von 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche vorgeschrieben.

Die Call-Center-Lösung sei kostengünstiger und flexibler als die Aufstockung der Terminservicestelle mit eigenen Mitarbeitern, erklärte der stellvertretende KV-Vorstand Frank Völz. Der Telefondienstleister Sanvartis betreibt bereits die Terminservicestelle in Niedersachsen und ist auch für die KVen in Nordrhein-Westfalen tätig.

Ansprechpartnerinnen für Bremer Ärzte und Psychotherapeuten bleiben nach wie vor die bekannten Mitarbeiterinnen in der KV Bremen. Lediglich die Patientenanrufe werden an das Callcenter weitergeleitet.