Datenschutzbeauftragter für die Praxis? Es gilt die Zehn-Personen-Regel

23.05.2018 |

Eine Praxis muss nur dann einen Datenschutzbeauftragten ernennen, wenn mindestens „10 Personen ständig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt“ sind. Das haben die Datenschutzbehörden in einem Beschluss vom 26. April 2018 klargestellt.

Weil bei Ärzten und anderen Heilberuflern nicht von einer „umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien von personenbezogener Daten auszugehen ist“, gilt daher die Zehn-Personen-Regel. Andere Auffassungen, wonach ein Datenschutzbeauftragter schon bei Praxen mit zwei Ärzten regelhaft zu benennen ist, sind damit widerlegt.

Allerdings kann unter Umständen eine Datenschutzfolgenabschätzung für eine Praxis zum Ergebnis führen, dass auch unterhalb der Zehn-Personen- Grenze ein Datenschutzbeauftragter notwendig wird. Einzelheiten dazu und zu weiteren Aspekten der EU-Datenschutzgrundverordnung sind einsehbar unter: www.kvhb.de/datenschutz