Diagnosekodierung mit Ersatzwert „UUU“ entfällt

03.12.2019 |

Ärzte können ab 1. Januar 2020 nicht mehr den Ersatzwert „UUU“ anstelle eines ICD-Kodes verwenden. Sie geben in bestimmten Konstellationen stattdessen
den ICD-Kode „Z01.7 Laboruntersuchung“ mit dem Zusatzkennzeichen „G“ für die Diagnosesicherheit im Sinne eines Ersatzwertes an.

Der Kode Z01.7 wurde aufgrund der Art der durchgeführten Leistung als in-vitro-diagnostische Untersuchung gewählt. Er bezieht sich nicht auf die Durchführung der Leistung durch die Fachgruppe für Laboratoriumsmedizin.

Nur bestimmte Fachgruppen können den neuen ICD-Kode Z01.7 verwenden:

  • Fachärzte für Pathologie
  • Fachärzte für Neuropathologie
  • Fachärzte für Laboratoriumsmedizin
  • Fachärzte für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie

Unabhängig von der Fachgruppe können Ärzte den ICD-Kode Z01.7 in bestimmten Arztfällen verwenden. Das betrifft die Fälle in einer Praxis, in denen in-vitro-diagnostische Untersuchungen der Abschnitte 11.4, 19.3, 19.4, 32.2, 32.3 EBM oder entsprechende Untersuchungen im Abschnitt 1.7 oder 8.5 EBM ohne unmittelbaren Arzt-Patienten-Kontakt durchgeführt werden – es sei denn, der EBM beinhaltet für die Abrechnung der GOP spezielle Regelungen.

Bei allen anderen Konstellationen ist ab Januar 2020 die Angabe eines spezifischen ICD-Kodes erforderlich. Es darf also kein Ersatzwert UUU mehr angegeben werden.

Radiologen und Nuklearmediziner, die bei reinen Auftragsleistungen bisher den Ersatzwert UUU angegeben haben, müssen ab Januar 2020 zwingend eine Diagnose als ICD-Kode angeben. Sie dürfen den ICD-Kode Z01.7 nicht verwenden.