eArztbriefe, Porto und Telefax: Die Vergütung ärztlicher Kommunikation

02.06.2020 |

Ab 1. Juli wird die Kostenerstattung für eArztbriefe, Portokosten und Telefaxe neu geregelt: Für die Kostenpauschalen zum Empfang (GOP 86901/0,27 Euro) bzw. Versand (GOP 86900/0,28 Euro) eines eArztbriefes gilt ein gemeinsamer Höchstwert von 23,40 Euro pro Quartal und Arzt. Das Übergangsverfahren zur Bereinigung des eArztbriefes (GOP 86900/86901) gilt auch für das 2. Quartal 2020.

Als Zuschlag und zur Förderung für den Versand eines eArztbriefes wird eine neue GOP 01660 (1 Punkt / 0,11 Euro) in den EBM aufgenommen, die als Zuschlag für den Versand eines eArztbriefes nach GOP 86900 berechnungsfähig ist. Die Strukturpauschale unterliegt nicht dem Höchstwert der GOP 86900 und 86901. Die Vergütung der neuen GOP 01660 erfolgt extrabudgetär und ist vorerst für drei Jahre befristet.

Zudem sind die Porto-Kostenpauschalen nach GOP 40120 bis 40126 sowie die Kopierpauschale GOP 40144 aus dem EBM gestrichen. Dafür ist eine neue
Porto-Kostenpauschale GOP 40110 (0,81 Euro) aufgenommen.

Zusätzlich wird eine neue Fax-Kostenpauschale nach GOP 40111 (0,10 Euro) in den EBM aufgenommen. Diese wird zum 1. April 2021 um die Hälfte (auf 0,05 Euro) abgewertet.

Die Kostenpauschalen nach den GOP 40110 und 40111 unterliegen einem gemeinsamen Höchstwert je Arzt/Psychotherapeut. Der Höchstwert für die GOP 40110 und 40111 wird arztgruppenspezifisch festgelegt.

 

 

Tabelle siehe auch: Landesrundschreiben Juni 2020, Seite 32 (pdf - 998 kB)