eGK der ersten Generation sind ab Oktober nicht mehr einlesbar

11.09.2017 |

Elektronische Gesundheitskarten (eGK) der ersten Generation können ab dem 1. Oktober nicht mehr ins Praxisverwaltungssystem eingelesen werden. Die Betreibergesellschaft gematik hat diese eGK für ungültig erklärt.

Die Generationsversionsnummern sind auf den eGK rechts oben direkt unterhalb des Wortes „Gesundheitskarte“ aufgedruckt. Aktuell gültig sind die eGK der Kartengeneration 1plus und 2. Nach Angaben der Krankenkassen sind nur noch wenige eGK der Generation 1 im Umlauf.

Sollte ein Patient mit ungütliger eGK vorstellig werden, gilt diese Vorgehensweise:

  • Der Patient hat bis zum Quartalsende Zeit, eine gültige Gesundheitskarte oder eine gültige Ersatzbescheinigung seiner Krankenkasse (einen sogenannten papiergebundenen Anspruchsnachweis) nachzureichen.
  • Frühestens nach Ablauf von zehn Tagen kann der Arzt oder Psychotherapeut eine Privatvergütung verlangen. Die muss er jedoch zurückerstatten, wenn der Patient bis Quartalsende eine gültige eGK oder einen gültigen Anspruchsnachweis vorlegt. Hinweis: Um einer Rückerstattung vorzubeugen, bietet es sich an, die Privatrechnung erst nach Quartalsende zu stellen.

In medizinischen Notfällen darf der Arzt das Ersatzverfahren anwenden.