FAQ Flüchtlingsversorgung

Was andere wissen wollten, ist vielleicht auch für Sie interessant. In dieser Rubrik beantworten wir Fragen, die den Beratern der KV Bremen gestellt wurden.

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Wie funktioniert die Abrechnung über das Formular V111? Der Abrechnungsschein wird im Ersatzverfahren über die VKNR 03101 = AOK Bremen/Bremerhaven mit der Kennzeichnung „4“ bzw. „9“ im Feld „BPG“ (Besondere Personengruppe/ Feldkennung 4131) angelegt. Zusätzlich sollte eine Begründung („Flüchtling / Nachweis liegt vor“) angegeben werden. Das Feld der Versichertennummer lassen Sie frei oder geben eine Pseudonummer ein, zum Beispiel „99999999999“.
Welche Scheine vom Amt für Soziale Dienste sind bei der KV mit der Abrechnung einzureichen? Es sind alle Scheine vom Amt für Soziale Dienste als Original („grüne“, „lila“ und „rosa“ Abrechnungsscheine) einzureichen. Lediglich das Formular V111 (evtl. mit Anhang der aufgelisteten Familienmitglieder) ist in Kopie einzureichen. Das Original behält der Patient.
Können Substitutions-behandlungen auch bei Flüchtlingen erbracht und über die KV abgerechnet werden? Ja. Bei Betreuten nach § 264 Abs. 1 SGB V (u.a. Flüchtlinge) können Substitutionsbehandlungen vorgenommen und wie gewohnt mit der KV Bremen abgerechnet werden
Kann die mit der AOK Bremen/ Bremerhaven vereinbarte Hautvorsorge-Untersuchung auch bei Flüchtlingen abgerechnet werden?
Nein, die Hautvorsorge-Untersuchung nach GOP 99227 kann bei Flüchtlingen nicht abgerechnet werden.
Gilt die Empfängnisregelung auch für Flüchtlinge?
Die Richtlinie zur Empfängnisregelung
und zum Schwangerschaftsabbruch
sieht vor, dass verordnungspflichtige
Mittel zur Empfängnisverhütung bei Versicherten bis zum vollendeten 20.
Lebensjahr zur Lasten der GKV verschreibungsfähig sind. Diese Regelung gilt auch für Flüchtlinge. Ebenso sind die Leistungen zur Empfängnisregelung des Kap. 1.7.5. EBM abrechnungsfähig.

 

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