FAQ Verordnungen

Was andere wissen wollten, ist vielleicht auch für Sie interessant. In dieser Rubrik beantworten wir Fragen, die den Beratern der KV Bremen gestellt wurden.

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Mit dem Alter der Patienten steigt auch der Bedarf an Hilfsmitteln wie zum Beispiel Rollatoren. Reicht dafür
das Praxis-Budget?
Für die Kosten der Verordnung von
Hilfsmitteln gibt es keine Richtgrößen
und damit kein Budget. Budgetrelevant
sind nur die Kosten der verordneten
Heilmittel (Physikalische Therapie,
Ergotherpaie, Logopädie und
Podologie). Bitte beachten Sie aber
auch bei den Hilfsmitteln das Wirtschaftlichkeitsgebot.
Impfstoff-Verordnung
Ein Patient benötigt eine Schutzimpfung. Wird der Impfstoff über ein Einzelrezept auf  den Namen des Patienten verordnet?
Nein. Sonst droht ein Regress der Krankenkasse! Die Impfstoffe für Schutzimpfungen nach der Bremer Rahmenvereinbarung werden immer über den Sprechstundenbedarf (SSB) bezogen. Dabei ist das SSB-Rezept für Impfstoffe zu verwenden. Eine  Verordnung auf den Namen des Patienten auf  Kassenrezept erfolgt nur im Rahmen der „Impfvereinbarung Ausland“ mit Betriebskrankenkassen.
Sind medizinische Kompressionsstrümpfe
der Kompressionsklasse I
Kassenleistung?
Ja. Bei entsprechender Indikation kann
auch diese Versorgung wirtschaftlich
sein bzw. auf Kassenrezept als Hilfsmittel
verordnet werden. Anti-Thrombosestrümpfe sind keine
Hilfsmittel.
Darf im Vertretungsfall eigentlich nur eine kleine Medikamentenpackung (N1) verordnet werden? Nein. Die Verordnung einer N1-Packung ist erlaubt und bei chronischen Patienten im Regelfall auch wirtschaftlicher. Durch den Wegfall der Richtgrößenprüfung für Arznei- und Verbandmittel ist die Vertretung eines Kollegen bzw. einer Praxis hier kein Budgetproblem.
Tetanusimpfung
Kann ich bei einer frischen Verletzung (Wunde) die Tetanusimpfung ansetzen?
Bei einer frischen Verletzung handelt es sich nicht mehr um eine Prävention. Die Impfung ist mit der Versichertenpauschale abgegolten.