G-BA lehnt Prostatakarzinom-Screening mittels PSA-Bestimmung ab

13.01.2020 |

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Aufnahme eines Prostatakarzinom-Screenings mittels einmaliger Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) in die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie abgelehnt.

Im Ergebnis der Nutzenbewertung hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) festgestellt, dass das Prostatakarzinomscreening mittels PSA-Test aufgrund von falsch positiven Befunden und Überdiagnosen deutlich mehr Männern schadet als dass es Männern nutzt.

Als Grund für die derzeitige Ablehnung des vorgeschlagenen Screenings wurde insbesondere die mangelnde Ausgestaltung eines dezidierten Screeningalgorithmus genannt. Weiterhin sollten die Ergebnisse der Studie abgewartet werden, in der ein risikoadaptiertes Screening-Regime untersucht wird.

Der Beschluss wird zunächst vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft. Das Ministerium hat hierfür zwei Monate Zeit.