Gegen Wundinfektionen: QS-Verfahren mit ausführlicher Dokumentationspflicht startet

09.03.2017 |

Operierende Ärzte, die sogenannte „Tracer-Eingriffe“ vornehmen, müssen jährlich ihr Hygiene- und Infektionsmanagement dokumentieren. Dadurch sollen postoperative Wundinfektionen verhindert werden. Die Dokumentationspflicht beginnt zwar erstmalig im ersten Quartal 2018, bezieht sich jedoch auf das Jahr 2017. Die KV Bremen empfiehlt daher, dass sich Praxen rechtzeitig mit den Inhalten der Einrichtungsbefragung auseinandersetzen.

Hintergrund ist ein neues sektorenübergreifendes Qualitätssicherungsverfahren in Praxen und Kliniken, das zum 1. Januar 2017 gestartet ist. Das QS-Verfahren betrifft operativ tätige Ärzte der folgenden Fachrichtungen:

  • Chirurgie/Allgemeinchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Viszeralchirurgie
  • Urologie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Plastische Chirurgie
  • Gynäkologie und Geburtshilfe

Die KV Bremen wird die betroffenen Praxen voraussichtlich im Sommer 2017 gesondert informieren. Die KBV hat auf ihrer Homepage ausführliche Informationen zusammengestellt, unter anderem eine Praxisinfo, Ausfüllhilfe, Musterdokumente und Links: www.kbv.de/html/sqs.php

Für die Dokumentation ab 2018 benötigen Praxen keine zusätzliche Software. Eine webbasierte Anwendung ist geplant. Die am QS-Verfahren beteiligten Praxen und Krankenhäuser erhalten einen jährlichen Rückmeldebericht.

Wundinfektionen
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