Genehmigungspflicht für genetische Leistungen entfällt

20.01.2020 |

Die Pflicht zur Genehmigung durch Krankenkassen für Leistungen in der Human- und Tumorgenetik besteht seit 1. Januar nicht mehr. Die  genehmigungspflichtigen Gebührenordnungspositionen (GOP) 11449, 11514 und 19425 sowie die der GOP 19425 entsprechende Leistung 19454 für die In-vitro-Diagnostik tumorgenetischer Veränderungen zur Indikationsstellung einer pharmakologischen Therapie sind gestrichen.

Hierdurch entfällt die Notwendigkeit der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkassen für den Zuschlag nach der GOP 11449 sowie für die GOP 11514 und 19425 im EBM. Deren Leistungsinhalt und der Leistungsinhalt der GOP 19454 werden in die GOP 11513, 19424 beziehungsweise 19453 integriert. Der Zuschlag nach der GOP 11449 für eine Erweiterung der indikationsbezogenen Diagnostik des Abschnitts 11.4.2 EBM entfällt; er wird innerhalb der bestehenden GOP – insbesondere durch die Erweiterung des fakultativen Leistungsinhaltes der GOP 11440 („Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom“) abgebildet.

In diesem Zusammenhang entfallen die GOP 11304 und 19406 für die ärztlichen Gutachten für den Antrag zu den genehmigungspflichtigen GOP 11449, 11514 und 19425.