Gesamtvergütung steigt 2020 um rund sechs Millionen Euro

04.03.2020 |

Das Honorarpaket für 2020 ist geschnürt. Rund sechs Millionen Euro können in diesem Jahr mehr an Ärzte und Psychotherapeuten im Bereich der KV Bremen verteilt werden. Dabei sind die Voraussetzungen schlecht, weil die Morbidität (Diagnose) gesunken ist.

 

Auszug aus dem Honorarpaket für 2020

  • MGV-Orientierungspunktwert steigt auf 10,9871 Cent (+1,52 %): ca. 3,5 Mio €
  • MGV-Absenkung für gesunkene Morbidität: ca. - 1,2 Mio. €
  • Für die EGV sind zusätzlich ca. 3,5 Mio. Euro geplant. ca. 3,5 Mio €
  • Vergütungspauschalen für Schutzimpfungen werden erhöht. ca. 40.000 €
  • Die Wegegelder für Besuche werden um 1,52 % erhöht. ca. 10.000 €

MGV=Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung: Die Krankenkassen stellen eine begrenzte Geldsumme bereit. Das Regelleistungsvolumen (RLV) ist beispielsweise Bestandteil der MGV.
EGV=Extrabudgetäre Gesamtvergütung: Das extrabudgetäre Honorar wird zu 100 Prozent von den Krankenkassen ausgezahlt, ganz gleich, wie häufig die Leistungen abgerufen wurden.

 

Die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen für das Jahr 2020 sind abgeschlossen. Die Gesamtvergütung in Bremen steigt um ca. sechs Millionen Euro.

Der regionale Orientierungspunktwert erhöht sich um 1,52 Prozent auf nunmehr 10,9871 Cent. Diese „Preiserhöhung“ betrifft alle EBM-Leistungen, also auch die extrabudgetären. Darüber hinaus wird die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung um ca. 0,5 Prozent abgesenkt. Dies liegt an der messbaren gesunkenen Morbidität der Patienten im Land Bremen. Sowohl die demographische Komponente als auch die Anzahl der dokumentierten Diagnosen haben sich negativ auf die Entwicklung der Gesamtvergütung ausgewirkt.

Fast alle geförderten Leistungsbereiche bleiben bestehen. Lediglich die besondere Förderung der Behandlung von multimorbiden Patienten wurde aufgrund einer Beanstandung des Bundesversicherungsamtes gestrichen. Das Honorarvolumen verbleibt aber im Hausarzttopf.

Die Vergütung für Schutzimpfungen wird wie die Wegegelder bei Besuchen um 1,52 Prozent angehoben.