Gesunkene RLV-Fallzahlen führen nicht zu Einbußen

30.11.2020 |

Für Praxen, die ihre zugewiesenen RLV-Fallzahlen aufgrund der COVID-19-Pandemie in diesem Jahr unterschritten haben, gilt auch im kommenden Jahr 2021 weiterhin die für das Vorjahresquartal 2020 zugewiesenen RLV-Fallzahlen, die auf Grundlage von 2019 berechnet wurden.

Praxen müssen deshalb nicht damit rechnen, dass es zu Einbußen bei der Zuweisung der RLV-Fallzahlen für 2021 kommt, wenn sie aufgrund der COVID-19-Pandemie gesunkene Fallzahlen in 2020 vorweisen. Dafür wurden die Durchführungsbestimmungen zur Berechnung der Regelleistungsvolumina (RLV) angepasst. Die Änderungen treten zum 1. Januar 2021 in Kraft.

Konkret wurde dabei die Fallzahlenzuwachsbegrenzung gemäß Punkt 6 b) für das Jahr 2021 angepasst. Die neuen Regelungen sind:

  • Sofern die zugewiesene RLV-Fallzahl 2020 unterschritten wird, gilt weiterhin die zugewiesene RLV-Fallzahl des Vorjahresquartals 2020 auch für 2021.
  • Die Regelung nach 6 b) findet gemäß Honorarverteilungsmaßstab KVHB (§ 7, Abs. 2) keine Anwendung für an Selektiverträgen nach §§ 73b, 73c, 140a ff SGB V mit Bereinigung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung teilnehmende Praxen sowie für Praxen, die die im § 87a Abs. 3 Satz 5 Nr. 3 bis 6 SGB V genannten Leistungen (TSVG) abrechnen. Für diese Praxen gilt die eingereichte Fallzahl des Vorjahresquartals plus 4% der zugewiesenen RLV-Fallzahl des Vorjahresquartals, maximal jedoch die zugewiesene RLV-Fallzahl.

Die modifizierten RLV-Durchführungsbestimmungen können Sie auf der Homepage der KV Bremen einsehen unter: www.kvhb.de/rlv