Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom ist jetzt über EBM abrechenbar

18.10.2018 |

Zum 1. Oktober 2018 wurde die hyperbare Sauerstofftherapie als ein neuer Abschnitt 30.2.2 in den EBM aufgenommen. Somit können Patienten mit schwerem diabetischen Fußsyndrom ambulant mit der hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt werden.

Die ärztlichen Aufwände werden in den neuen GOP abgebildet:

  • GOP 30210 (64 Punkte/6,82 Euro)
    Teilnahme an einer multidisziplinären Fallkonferenz zur Indikationsüberprüfung eines Patienten mit diabetischem Fußsyndrom vor Überweisung an ein Druckkammerzentrum
  • GOP 30212 (343 Punkte/36,54 Euro)
    Indikationsüberprüfung eines Patienten mit diabetischem Fußsyndrom vor Überweisung an ein Druckkammerzentrum
  • GOP 30214 (140 Punkte/14,92 Euro)
    Betreuung eines Patienten zwischen den Druckkammerbehandlungen
  • GOP 30216 (323 Punkte /34,41 Euro)
    Untersuchung auf Eignung und Feststellung der Druckkammertauglichkeit vor der ersten Druckkammersitzung für die hyperbare Sauerstofftherapie
  • GOP 30218 (1173 Punkte/124,97 Euro)
    Hyperbare Sauerstofftherapie GOP Inhalt Bewertung
  • Die Vergütung der neuen Leistungen ist mit Ausnahme der GOP 30214 extrabudgetär.
  • Die GOP 30210 und 30212 ist einmal im Krankheitsfall berechnungsfähig.
  • Eine multidisziplinäre Fallkonferenz (GOP 30210) muss stattgefunden haben und dessen Ergebnis bei der Indikationsüberprüfung vor Überweisung (GOP 30212) berücksichtigt werden.
  • Eine Überweisung an ein Druckkammerzentrum kann nur von Fachärzten für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie (in dieser Kombination) sowie Fachärzten im Gebiet Innere Medizin oder für Allgemeinmedizin jeweils mit der Anerkennung „Diabetologie“ oder „Diabetologe Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)“ ausgestellt werden.
  • Die Abrechnung der GOP 30216 und 30218 setzt eine Genehmigung der KV Bremen voraus. Diese wird erteilt, wenn die Anforderungen des Anhangs zum Abschnitt 30.2.2 erfüllt sind. Dieser wurde ebenfalls zum 1.Oktober 2018 beschlossen und regelt bis zum Inkrafttreten einer QS-Vereinbarung die fachliche Qualifikation sowie die personellen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die hyperbare Sauerstofftherapie.