Kosten für selbst angeschaffte Schutzmittel werden teilweise erstattet

26.08.2020 |

Für Praxen, die sich zum Beginn der Coronapandemie auf eigene Kosten Schutzmaterial zugelegt haben, gibt es zumindest eine teilweise Erstattung. Die KV Bremen hat nun eine entsprechende Vereinbarung mit den Krankenkassen abgeschlossen. Es geht um den Zeitraum 10. März bis 30. April 2020.

Jetzt konnte auch für das Land Bremen eine Vergütungsvereinbarung für selbstbeschaffte persönliche Schutzausrüstungen (PSA) mit den Krankenkassen konsentiert werden. Die angefallenen Lieferanten-Rechnungen können daher ab sofort von den Vertragsärzten bei der KV Bremen eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. September 2020. Zudem können nur Kosten für die im Frühjahr 2020 bestellten Masken, Kittel und Schutzbrillen geltend gemacht werden. Eine Erstattung ist bis zu den vertraglich vereinbarten Höchstpreisen möglich,  Desinfektionsmittel werden von den Krankenkassen aber nicht übernommen.

Zur Disposition stand nur eine einmalige Vereinbarung für einen begrenzten Zeitraum der Corona-Pandemie. Es kommen daher nur PSA in Betracht, die von den Praxen im Zeitraum 10. März 2020 bis 30. April 2020 beim Lieferanten bestellt wurden. Ausgenommen von der Vereinbarung sind ermächtigte Krankenhausärzte und zugelassene Krankenhäuser (§ 108 SGB V).

Folgende PSA sind bis zum Höchstpreis erstattungsfähig (für im April bestellte PSA gilt der Höchstpreis in Klammern):

  • Mund-Nasen-Schutz/OP-Masken bis 1,07 EUR (0,77 EUR)
  • FFP2 Masken bis 7,44 EUR (4,16 EUR)
  • FFP3 Masken bis 13,73 EUR
  • Einmalschutzkittel, z.B. DIN EN 14126:2004-01, bis 10,28 EUR (12,49 EUR)
  • Schutzbrillen bis 4,97 EUR (4,16 EUR)

Bitte schicken Sie die Lieferanten-Rechnungen unter Angabe der Betriebsstättennummer und Bankverbindung bis spätestens 30. September 2020 an die KV Bremen, Abt. Vertragswesen (VR), Schwachhauser Heerstr. 26-28, 28209 Bremen. Das Bestelldatum der PSA muss im vereinbarten Zeitraum (10.März bis 30.April 2020) liegen und entsprechend belegt sein.