Krankenkassen zahlen Impfung gegen Gürtelrose

06.05.2019 |

Die Impfung gegen Gürtelrose ist ab dem 1. Mai 2019 Kassenleistung. Die Impfung kann für Patienten ab einem Alter von 60 Jahren (Standardimpfung) sowie für Patienten mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung ab einem Alter von 50 Jahren (Indikationsimpfung) erbracht und abgerechnet werden. Die Freigabe umfasst auch den Bezug des adjuvantierten subunit-Totimpfstoff als Sprechstundenbedarf.

Zu den Grunderkrankungen, bei denen eine erhöhte Gefährdung gesehen wird, zählen beispielsweise:

  • angeborene bzw. erworbene Immundefizienz bzw. Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • rheumatoide Arthritis
  • systemischer Lupus erythematodes
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Die Standardimpfung wird mit der GOP 89128 A (erste Dosis) bzw. GOP 89128 B (letzte Dosis) abgerechnet, die Indikationsimpfung mit der GOP 89129 A bzw. GOP 89129 B. Die Vergütung entspricht dem allgemeinen Honorar für Einfachimpfungen (7,62 EUR). Der Impfstoff ist als Sprechstundenbedarf zu beziehen (keine versichertenbezogene Einzelverordnung).

Nach der STIKO-Empfehlung war noch die Aufnahme der Impfung in die Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) notwendig. Dies ist nun rechtsgültig vollzogen; die Richtlinie mit den Voraussetzungen für eine Indikationsimpfung ist auf der Homepage des G-BA abrufbar: www.g-ba.de

Auf die Impfung mit einem Herpes zoster-Lebendimpfstoff besteht nach der Schutzimpfungs-Richtlinie kein Leistungsanspruch.