Legionellen: Keine neuen Erkrankungen mehr

15.04.2016 |

Wie das Gesundheitsamt meldet, sind seit dem 21. März keine bestätigten Legionellen-Fälle und auch keine Verdachtsfälle mehr in Bremen aufgetreten. Die Zahl der Erkrankungen zwischen dem 17. Februar und dem 21. März beläuft sich nach Angaben des Gesundheitsamtes auf 26. Einzige Gemeinsamkeit der Patienten sei der Aufenthaltsort Bremer Westen.

In einem an die niedergelassenen Ärzte adressierten Schreiben heißt es weiter:

„Vor diesem Hintergrund nehmen wir unsere Empfehlung einer erweiterten Antibiotikatherapie zurück. Da wir jedoch nicht ausschließen können, dass es erneut zu einer Häufung von Legionellenerkrankungen kommt, raten wir, bei ambulant erworbenen Pneumonien, wenn Sie differentialdiagnostisch auch eine Legionellenerkrankung in Betracht ziehen, einen Antigentest im Urin durchzuführen.

Besteht ein Verdacht auf eine meldepflichtige Erkrankung, wie z.B. eine Infektion mit Legionella pneumophila, muss auf dem Laborschein in dem Feld „Kennziffer“ die EBM-Ausnahmekennziffer 32006 eingetragen werden (sofern in diesen Krankheitsfällen mikrobiologische, virologische oder infektionsimmunologische Untersuchungen durchgeführt werden). So belastet eine dahingehende Laboruntersuchung nicht das Laborbudget.

Bei Patienten mit positivem Urin-Antigentest sollte zusätzlich immer ein kultureller Nachweis angestrebt werden!"