Manuelle Lymphdrainage auch ohne Lymphödem möglich

20.01.2020 |

Eine manuelle Lymphdrainage (MLD) kann auch bei Patienten mit der Diagnose Lipödem ohne Vorliegen eines Lymphödems vorgenommen werden.
Dies gilt ab dem 1. Januar 2020. Bislang konnte MLD bei Lipödem nur verordnet werden, wenn zusätzlich ein Lymphödem diagnostiziert wurde.

Die Heilmittel-Richtlinie wurde entsprechend angepasst. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat mit der Verordnungsfähigkeit nach dem entsprechenden Heilmittel-Katalog (LY2) auf die aktuellen Behandlungs-Leitlinien bzw. -Standards reagiert.

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich verständigt, das Lipödem Stadium I bis III (ICD-10-Kode E88.20 - E88.22) als Erkrankung mit einem besonderen Verordnungsbedarf anzuerkennen und in die Diagnoseliste aufzunehmen. Die Aufnahme wird zunächst bis zum 31. Dezember 2025 befristet. Dann sollen erste Ergebnisse aus der Erprobungsstudie zur Liposuktion vorliegen, von der auch Erkenntnisse zum Nutzen der konservativen Behandlung – einschließlich manueller Lymphdrainage – erwartet werden.

Die aktualisierte Diagnoseliste „Langfristiger Heilmittelbedarf und besonderer Verordnungsbedarf“ finden Sie auf der Homepage der KV Bremen:
www.kvhb.de/heilmittel