Medizinische Rehabilitation

Bei der medizinischen Rehabilitation geht es darum, die körperlichen Funktionen, Organfunktionen und gesellschaftliche Teilhabe des Patienten wiederherzustellen. Reha-Maßnahmen erfolgen ambulant oder stationär.

 

Wer darf medizinische Rehabilitation verordnen?

Jeder Vertragsarzt darf seit dem 1. April 2016 medizinische Rehabilitation für GKV-Patienten verordnen. Es ist keine besondere Abrechnungsgenehmigung mehr erforderlich.

 

Verordnungsvordruck

Der "Antrag auf den Antrag" (Formular 60) ist zum 1. April 2016 weggefallen, damit wird die Verordnung leichter. 
Die Fakten finden Sie hier.

Erläuterungen zur Vordruckvereinbarung (hier Muster 61, Seite 85) finden Sie auf der Homepage der Homepage der KBV.

 

Voraussetzung für medizinische Rehabilitation

Eine medizinische Rehabilitation kann erforderlich sein, wenn krankheits- beziehungsweise behinderungsbedingt nicht nur vorübergehende Beeinträchtigungen der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft bestehen oder drohen. Das kann zum Beispiel bei einer Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) oder bei einer Herzinsuffizienz der Fall sein.
 
Rehabilitationsleistungen sind Aufgabe der Sozialversicherungsträger, das heißt vor allem der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung.

 

Zuständigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung

Die GKV ist zuständig:

  • wenn keine Verminderung der Erwerbsfähigkeit vorliegt oder droht (Zuständigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung)
  • wenn kein Arbeitsunfall und keine Berufskrankheit vorliegt (Zuständigkeit der gesetzlichen Unfallversicherung)
  • bei Rehabilitationsleistungen für Altersrentner, denn diese sollen nach Unfall oder Krankheit so lange wie möglich in gewohnter Umgebung leben und die Chance erhalten, aktiv am Leben teilzuhaben
  • bei Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter, wenn es sich nicht um eine reine Vorsorge handelt, sondern schon eine Beeinträchtigung vorliegt und die Rehabilitation medizinisch notwendig ist
  • bei Rehabilitationsleistungen für Kinder und Jugendliche, wenn dies medizinisch notwendig ist (grundsätzlich gleichrangige Zuständigkeit GKV und Rentenversicherung)

 

Rehabilitationssport und das Funktionstraining

Rehabilitationssport und Funktionstraining kommen für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in Betracht. Sie sollen möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben eingegliedert werden. Ziel des Rehabilitationssports ist, Ausdauer und Kraft zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern. Zum Funktionstraining zählen insbesondere Trockengymnastik und Wassergymnastik.

Die Reha-Träger haben mit einzelnen Verbänden eine Rahmenvereinbarung über den Reha-Sport und das Funktionstraining abgeschlossen:
Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining (pdf - 118 kB)