Nach Arzneimittelrückruf gilt Verschreibung künftig als Ersatzverordnung

17.07.2020 |

Nach einem Arzneimittelrückruf kann eine Verschreibung ab sofort als Ersatzverordnung gekennzeichnet werden. Die Verordnungssoftware wurde um eine entsprechende Funktion erweitert. Die Patienten brauchen bei einer Ersatzverordnung nicht erneut eine Zuzahlung leisten.

Eine Ersatzverordnung kann nötig sein, wenn aufgrund eines Arzneimittelrückrufs erneut ein Arzneimittel verordnet werden muss.

Bei der Kennzeichnung des Rezeptes (Muster 16) mit dem normierten Aufdruck „Ersatzverordnung gemäß § 31 Absatz 3 Satz 7 SGB V“ wird der Vertragsarzt jetzt entsprechend von der Verordnungssoftware unterstützt.

Zusätzlich zu diesem Aufdruck sorgt das Programm auch für eine besondere Status- Kennzeichnung im Personalienfeld (Stellen 6 und 7).

Die entsprechend gekennzeichneten Rezepte gelten als Praxisbesonderheit. Weitere Produkte dürfen daher nicht auf diesem Rezept verordnet werden.

 

Arzneimittel-Verordnung
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