Neue EBM-Leistung bei Krebstherapie mit Lynparza-Verordnung

20.01.2020 |

Zum 1. Januar 2020 wurde eine neue GOP 11601 (20.570 Punkte / 2.260,05 Euro) in den EBM aufgenommen. Die neue Leistung wird extrabudgetär bezahlt. Die GOP 11601 beinhaltet den Nachweis oder Ausschluss einer Mutation in der Keimbahn in den Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 vor einer Verordnung des Arzneimittels Olaparib (Handelsname Lynparza).

Fachärzte für Humangenetik, Fachärzte für Laboratoriumsmedizin und Vertragsärzte mit der Zusatzbezeichnung medizinische Genetik dürfen die neue GOP abrechnen.

Die GOP 11601 ist nur berechnungsfähig, wenn die Indikationskriterien für eine Untersuchung nach der GOP 11440 auf ein hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom gemäß der QS-Vereinbarung Molekulargenetik nicht erfüllt sind oder wenn die Untersuchung auf eine bekannte konstitutionelle Mutation in den Genen BRCA1 und/oder BRCA2 gemäß der GOP 11518 diese Mutation nicht bestätigt.

Wird eine Mutation im Tumorgewebe untersucht, wird über die GOP 19456 abgerechnet. Die Untersuchung zur Bestätigung als bekannte konstitutionelle Mutation ist weiterhin über die 11518 berechnungsfähig. Die Abrechnungsbedingungen der GOP 11440 wurden dahingehend angepasst.