Neue Formulare für Reha, T-Rezept und Beförderung

02.06.2020 |

Eine neue Fassung des T-Rezeptes liegt vor: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt es bereits seit dem 15. April heraus. In der neuen Fassung ist unter anderem die Rezeptnummer auf sieben Ziffern erweitert. Die bisherigen T-Rezepte behalten aber weiterhin ihre Gültigkeit. T-Rezepte sind zweiteilige Sonder-Rezepte zur Verordnung von Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid.

Die verlängerte Nutzungsdauer des Formulars zur Verordnung von medizinischer Rehabilitation (Muster 61) läuft jetzt aus. Ab 1. Juli 2020 darf nur noch das neue Muster 61 verwendet werden.

Ab 1. Juli darf nur noch die neue Fassung der Verordnung einer Krankenbeförderung verwendet werden (Muster 4). Das neue Muster 4 sieht ab dem 3. Quartal 2020 folgende Änderungen vor:

  • Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung mit Taxi oder Mietwagen für Patienten mit Merkzeichen "aG“, „Bl“, „H“, Pflegegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pflegegrad 4 oder 5 sind unter „Genehmigungsfreie Fahrten“ eingeordnet.
  • Unter „Genehmigungspflichtige Fahrten zu ambulanten Behandlungen“ wurden Formulierungen und die Anordnung angepasst. So sind alle Fahrten, die eine Beförderung mit einem Krankentransportwagen (KTW) erfordern, unter f ) anzugeben. Dies gilt auch für KTW-Fahrten zur ambulanten Behandlung für Patienten mit Merkzeichen "aG“, „Bl“, „H“, Pflegegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pflegegrad 4 oder 5.
  • Bei „Behandlungstag/Behandlungsfrequenz und nächsterreichbare, geeignete Behandlungsstätte“ kann bei genehmigungsfreien Fahrten zukünftig auf die Angabe des Behandlungstages verzichtet werden, wenn der Behandlungstag nicht bekannt ist. Dies kann zum Beispiel dann in Betracht kommen, wenn beim Hausbesuch die Notwendigkeit eines Facharztbesuches festgestellt wird oder eine Terminvergabe über die Terminservicestelle erfolgt.
  • Unter „3. Art und Ausstattung der Beförderung“ wurde klargestellt, dass die Angabe von „Rollstuhl“, „Tragestuhl“, „liegend“ für alle Beförderungsmittel möglich ist. Die bisherige Darstellung hat in der Praxis zu Missverständnissen geführt.
  • Ferner wurden unter „4. Begründung/Sonstiges“ die Beispiele um „Gewicht bei Schwergewichttransport“ ergänzt. Auch diese Änderung folgt aufgrund von Hinweisen aus der Praxis.

Entlassfahrten nach einer stationären Krankenhausbehandlung können nun von Ärzten oder Psychotherapeuten im Krankenhaus verordnet werden, soweit dies medizinisch erforderlich ist. Diese wichtige Erweiterung der Verordnungsmöglichkeiten im Rahmen des Entlassmanagement ist zum 2. Quartal 2020 in Kraft getreten.