Neue QS-Vereinbarung für die Schmerztherapie tritt in Kraft

19.10.2016 |

Eine geänderte Qualitätssicherungsvereinbarung (QS) Schmerztherapie tritt zum 1. Oktober 2016 in Kraft. Die Änderungen bringen etwas mehr Flexibilität und einige Erleichterungen, im Einzelnen:
 
  • Die Anforderungen an die fachliche Befähigung wurden an die aktuellen Vorgaben der Zusatzweiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“ angepasst (insbesondere eine Absenkung der vorab nachzuweisenden Patienten-beziehungsweise Untersuchungszahlen).
  • Das bisher obligatorische Eingangskolloquium vor der Schmerztherapie-Kommission entfällt, wenn die (mündliche) Prüfung für Zusatzweiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“ nicht länger als 48 Monate zurückliegt.
  • Einführung einer Initialprüfung bei Neuerteilung einer Genehmigung (12 Fälle aus den ersten vier Abrechnungsquartalen)
  • Die Vorgabe zur schmerztherapeutischen Sprechstunde (an vier Tagen pro Woche mit mindestens vier Stunden) bezieht sich künftig auf die schmerztherapeutische Einrichtung: Schmerztherapeuten können künftig an einem Tag beispielsweise zwei spezielle Sprechstunden in ihrer Hauptbetriebsstätte und die anderen zwei in einer Zweigpraxis anbieten.
  • Es entfällt die Verpflichtung zur Benennung derjenigen Patienten an die KV Bremen, die sich mehr als zwei Jahre in der schmerztherapeutischen Behandlung befinden. In Zukunft kann die KV Bremen solche Angaben vom Arzt fordern und ggf. ein Kolloquium durchführen.
  • Bei guten Ergebnissen endet die Stichprobenprüfung: Die Prüfungen werden automatisch beendet, wenn in einem Zwei-Jahres-Zeitraum die bundesweite Beanstandungsrate <= 10 % liegt (bei 90% oder mehr Ergebnismitteilungen aus allen KVen).

 

Die QS-Vereinbarung sowie das angepasste Antragsformular finden Sie auf der KV-Homepage.