Optische Kohärenztomographie jetzt Kassenleistung

01.10.2019 |

Zum 1. Oktober 2019 können Fachärzte für Augenheilkunde die optische Kohärenztomographie (OCT) bei Patienten mit einer neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) oder einem Makulaödem im Rahmen der diabetischen Retinopathie (DMÖ) über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen.

Hierzu wurden die GOP 06336 (OCT rechtes Auge) und 06337 (OCT linkes Auge) sowie die GOP 06338 (Therapiesteuerung rechtes Auge) und 06339 (Therapiesteuerung linkes Auge) in den EBM neu aufgenommen.

Die GOP 06336, 06337, 06338 und 06339 sind mit je 43,18 Euro (399 Punkten) bewertet und werden extrabudgetär vergütet.

Die GOP 06336 und 06337 sind einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig.

Die GOP 06338 und 06339 zur Therapiesteuerung sind neben den bereits im EBM bestehenden Begleitleistungen (GOP 06334 und 06335) zur intravitrealen Medikamenteneingabe (IVM) bis zu sechsmal im Krankheitsfall berechnungsfähig.

Die neuen GOP 06338 und 06339 können im Zeitraum von drei Wochen nach der IVM nicht berechnet werden. Augenärzte müssen das Datum der letzten IVM bei ihrer Abrechnung angeben. Zudem sind die GOP 06338 und 06339 im Zeitraum von 26 Tagen jeweils einmal berechnungsfähig.

In diesem Zusammenhang wurden auch die Abrechnungsbestimmungen der GOP 06334 und 06335 (Zusatzpauschale für die Betreuung eines Patienten) angepasst. Diese können im Zeitraum von drei Wochen (vorher sechs Wochen) nach der IVM nicht berechnet werden. Auch hier müssen Augenärzte das Datum der letzten IVM bei ihrer Abrechnung angeben. Zudem sind die GOP 063340 und 06335 im Zeitraum von 26 Tagen (vorher 28 Tage) jeweils einmal berechnungsfähig.