Coronavirus Covid-19

Corona hat die Praxen in Beschlag genommen. Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern, sich über den aktuellen Stand auf dem Laufenden zu halten. 

Corona-Meldungen

08.12.2021

Testpflicht in Arztpraxen

Am 24. November 2021 ist das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft getreten, das eine erweiterte Testpflicht für geimpftes und genesenes Praxispersonal vorsieht. Mit Forderung der Gesundheitsminister vom 25.11.2021 wurde die tägliche Testpflicht für immunisiertes Praxispersonal auf zwei Mal wöchentlich reduziert. Auch die vorgesehene Dokumentationspflicht für diese Personen entfällt. Für geimpfte und genesene Personen kann die Testung auch durch…

08.12.2021

Vertreterversammlung fordert gesetzlichen Corona-Bonus für Medizinische Fachangestellte

Die Vertreterversammlung der KV Bremen hat sich in einer Resolution dafür ausgesprochen, dass Medizinische Fachangestellte für ihren Einsatz in der Coronapandemie einen Bonus erhalten sollten.

07.12.2021

Pressemitteilung: Sonder-Impfaktionen zum Advent werden fortgesetzt

Nach dem Erfolg der Sonder-Impfaktion „Impfen statt Weihnachtsmarkt“ am vergangenen Samstag, bei der über 1.000 Menschen in Bremen bei niedergelassenen Haus- und Fachärzten geimpft worden sind, wollen zahlreiche Praxen ihre zusätzlichen Impfangebote an den folgenden Adventswochenenden fortsetzen. So öffnen vier orthopädische Praxen am Samstag, 11. Dezember, wieder ab 9 Uhr ihre Türen, um eine offene Sprechstunde zum Impfen anzubieten.

03.12.2021

Aufklärung beim Boostern kann ausschließlich mündlich erfolgen

Insbesondere bei einer Auffrischimpfung gegen COVID-19 kann die Aufklärung der Patienten ausschließlich mündlich erfolgen, wenn die Impfung durch dieselbe Arztpraxis und mit dem gleichen Impfstoff durchgeführt wird. Der Aufklärungsbogen muss dann nicht ausgehändigt werden; die begleitende Impfdokumentation lässt sich so auf ein notwendiges Mindestmaß beschränken. Auf diese Möglichkeit weist die Bundesärztekammer in einer Stellungnahme hin, die…

02.12.2021

Telefon-AU und weitere Corona-Sonderregelungen verlängert

Vertragsärzte können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege weiterhin telefonisch krankschreiben. Angesichts der hohen Infektionszahlen hat der Gemeinsame Bundesausschuss heute diese und weitere Sonderregelungen bis 31. März verlängert. Auch die von KBV und Krankenkassen im Bewertungsausschuss vereinbarten Sonderregelungen etwa zur telefonischen Konsultation sollen im neuen Jahr fortgeführt werden.

Corona-Impfungen in Praxen

Bestellung, Lieferung und Verabreichung

  • Praxen bestellen den Impfstoff – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – ausschließlich bei der sie primär beliefernden Apotheke.

  • Die Bestellung des Impfstoffs für die nächste Woche erfolgt immer bis Dienstag um 12 Uhr in der Apotheke.

  • Für die Bestellung nutzen die Ärztinnen und Ärzte das Arzneimittelrezept – das Formular Muster 16. Als Kostenträger geben sie das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an.

  • Es gilt: Eine Bestellung auf einem Rezept pro Arzt! Eine Praxis mit mehreren Sitzen reicht dementsprechend mehrere Formulare in der Apotheke ein.

  • Eine Unterscheidung zwischen Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen ist nicht erforderlich. Ärzte geben lediglich die Gesamtzahl der Dosen je Impfstoff an. 

  • Die Belieferung der Praxen erfolgt wie bisher einmal wöchentlich; jeweils Montagnachmittag.

Weitergehende Informationen (Anleitungen, Steckbriefe, ...)

 

Organisation und Aufklärung

Terminvergabe

Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Ärztinnen und Ärzte können ihre Patienten gezielt ansprechen, denn sie wissen am besten, wer zunächst geimpft werden sollte – ob in der Praxis oder in der Häuslichkeit.

Priorisierung

Für die Impfreihenfolge in Arztpraxen sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu berücksichtigen.

Impfaufklärung und Beratung

  • Aufklärungsmerkblatt aushändigen, Aufklärungsmerkblätter
  • Aufklärungsgespräch anbieten
  • Impffähigkeit feststellen, Anamnesebogen
  • Einwilligung der zu impfenden Person, Einwilligungserklärung
  • Dokumentation im Impfausweis, Ersatzbescheinigung zur COVID-19-Schutzimpfung: Ersatzbescheinigung

Anamnese/Aufklärungs-/Einwilligungsbögen (RKI)

Weitergehende Informationen (Anleitungen, Steckbriefe, ...)

Abrechnung und Dokumentation

Vergütung

20 Euro je Impfung 
Die Leistung umfasst die Aufklärung und Impfberatung, die symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, die Verabreichung des Impfstoffs, die Beobachtung in der sich unmittelbar anschließenden Nachsorgephase und die medizinische Intervention im Fall von Impfreaktionen.

35 Euro für den Hausbesuch und 15 Euro für den Mitbesuch
Ist für die Impfung ein Hausbesuch notwendig, gibt es zusätzlich 35 Euro. Für das Impfen jeder weiteren Person in derselben Einrichtung oder sozialen Gemeinschaft werden jeweils 15 Euro zusätzlich zur Impfung vergütet.

10 Euro für ausschließliche Impfberatung ohne Impfung
Erfolgt nur eine Impfberatung ohne nachfolgende Schutzimpfung sind 10 Euro vorgesehen. Die Impfberatung kann auch telefonisch oder per Videosprechstunde stattfinden. Die Abrechnung der ausschließlichen Impfberatung neben einer Impfung und einem Besuch ist im Krankheitsfall ausgeschlossen.

Übersicht der Impfziffern 

 

Impfzertifikat mit QR-Code

Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen. Vertragsärztinnen und -ärzte nutzen dazu die folgenden Pseudo-GOP. Diese können nur für die offiziellen Impfzertifikate nach Paragraf 22 Absatz 5 Infektionsschutzgesetz abgerechnet werden.

Impfzertifikat für Personen, die in der eigenen Praxis geimpft wurden

  • GOP 88350: Ausstellung eines Impfzertifikats,6 Euro
  • GOP 88351: Ausstellung eines Impfzertifikats automatisiert mithilfe des PVS-Systems, 2 Euro

Impfzertifikat für Personen, die nicht in der eigenen Praxis geimpft wurden

  • GOP 88352: Ausstellung eines Impfzertifikats, 6 Euro
  • GOP 88353: Ausstellung eines Impfzertifikats für die Zweitimpfung, wenn dieselbe Praxis in demselben Quartal bereits das Zertifikat für die Erstimpfung erstellt hat, 6 Euro

RKI-Meldung

Die Vergütung setzt nach der Coronavirus-Impfverordnung die Meldung der erforderlichen Impf-daten an das RKI voraus. Für die tägliche Meldung nutzen Praxen das Impf-DokuPortal der KBV. Ihr Computer muss dazu mit der Telematikinfrastruktur bzw. KV-SafeNet verbunden sein.

Impf-DokuPortal (in TI bzw. KV-SafeNet)

Wichtig: Die Anwendung ist im sicheren Netz der KVen und nur über die Telematik-Infrastruktur bzw. KV-SafeNet erreichbar. Einige Praxen haben bereits einen Zugang (QS-Anwendungen, KBV-Fortbildungen, etc.). Die KV Bremen wird für alle anderen in der Woche vom 29. März bis spätestens 1. April die Zugangsdaten per Post versenden.

Sie tragen dort jeweils bis 23.59 Uhr ihre Daten ein. Die Meldung erfolgt auch bei Berufsausübungsgemeinschaften oder MVZ pro Einrichtung. Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen sowie Auffrischimpfungen

Anleitungen zum Impf-DokuPortal

Coronatests in Praxen

Abrechnung und Vergütung

Praxen können PCR-Tests sowie Antigen-Schnelltests zum Ausschluss einer Coronaerkrankung in den Praxen vornehmen und die Leistung über die KV abrechnen. Es sind diverse Konstellationen möglich.

Coronatest-Konstellationen mit Abrechnungshinweisen

 

Corona-Impfungen durch Betriebsärzte/Privatärzte

Registrierung

Betriebsärzte, überbetriebliche Dienste von Betriebsärzten sowie Arztpraxen, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, müssen sich einmalig registrieren.

Eine Abrechnung über die KV ist nur möglich, sofern Betriebsärzte die Leistungen nicht bereits im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses in einem Betrieb oder im Rahmen einer Tätigkeit für einen überbetrieblichen Dienst durchführen oder anderweitig im Wege einer Beauftragung durch ein Unternehmen vergütet bekommen.

Für Privatärzte gilt: Eine Bescheinigung des Verbands der privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) zur Teilnahme an der Impfsurveillance ist dem Registrierungsantrag beizulegen.

Antrag auf Registrierung zur Abrechnung von Leistungen nach der Corona-Impfverordnung

Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular mit Unterschrift und Stempel an folgende Adresse:
Kassenärztliche Vereinigung Bremen
Abrechnung/Honorarwesen
Schwachhauser Heerstr. 26/28
28209 Bremen

Nach der Prüfung und Registrierung erhalten Sie per Email alle Informationen, die Sie zur Abrechnung benötigen.

Abrechnung

Die Abrechnung der Leistungen und Sachkosten erfolgt ohne Personenbezug über eine Datei im CSV-Format, monatlich bis zum Ende Folgemonats (letzter Werktag). Pro Monat ist eine Abrechnungsdatei zu erstellen:

  • Bei den Schnelltests muss die Anzahl und Summe der Sachkosten jeweils pro Monat angegeben werden. Die Erstattungskosten ergeben sich aus der Höhe der entstandenen Beschaffungskosten und der Anzahl der durchgeführten Tests, höchstens jedoch bis zu 9 € je durchgeführten Schnelltest. Ab April 2021 sind max. 6 Euro je durchgeführten Schnelltest berechnungsfähig.
  • Antigentests zur Selbstanwendung (Selbsttests) können nicht nach Testverordnung durchgeführt und abgerechnet werden.
  • PoC-Antigen-Tests dürfen nur zur Anwendung kommen, wenn sie die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Marktübersicht dieser Tests. 
  • Stationäre und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe dürfen neben den Sachkosten 9 € für die Abstrichleistung abrechnen.
  • Vom ÖGD beauftragte Dritte, die nicht ärztliche oder zahnärztliche Leistungserbringer sind, dürfen neben den Sachkosten 12 Euro für die Abstrichleistung abrechnen.
  • Die entsprechenden Vorlagen zur Abrechnung, den Übermittlungsweg sowie die Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über die Erfüllung der Pflichten für Leistungserbringer (inkl. Datensatzbeschreibung) erhalten Sie nach erfolgter Registrierung. 
  • Die Angaben der getesteten Personen, des getesteten Personals und bei Schulungen von Einrichtungen entsprechend Name, Adresse und auftraggebende Person sind zu dokumentieren und bis zum 31.Dezemer 2024 aufzubewahren.
  • Nach § 8 der Coronavirus-Testverordnung behalten die KVen für die Abrechnung der Abstrichleistungen (nicht für die Sachkosten) einen Verwaltungskostensatz in Höhe von 3,5 Prozent des jeweiligen Gesamtbetrags der Abrechnungen ein. Dies gilt für Leistungserbringer, die nicht Mitglied dieser KV sind und noch keine Leistungen ihr gegenüber abgerechnet haben.

Coronatests in Einrichtungen

Registrierung

Einrichtungen und Unternehmen, die bisher noch nicht über die KV Bremen abgerechnet haben, müssen sich einmalig registrieren. Abrechnungsberechtigt sind folgende Einrichtungen und Unternehmen:

  • Krankenhäuser und Tageskliniken (Hinweis: Die Abrechnung nach § 26 KHG hat Vorrang.)
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
  • Dialyseeinrichtungen
  • ambulante Pflegedienste und Pflegeinrichtungen, die keine nach § 72 SGB XI zugelassene Pflegeeinrichtung ist oder kein anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag gemäß § 45a Absatz 3 SGB XI erlassenen Landesrechts erbringen
  • Einrichtungen (voll- oder teilstationär) zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen
  • Rettungsdienste
  • Obdachlosenunterkünfte
  • Asylbewerberheime
  • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
  • Praxen anderer humanmedizinischer Heilberufe
  • und weitere

Hinweise:

Der Einrichtungsträger rechnet die Leistungen/Sachkosten seiner Einrichtungen gesammelt mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. In diesem Fall ist je Träger nur eine Registrierung für alle seine Einrichtungen notwendig.

Zahnärzte rechnen ihre Sachkosten für die Antigen-Schnelltests über die Kassenzahnärztliche Vereinigung ab, nähere Informationen erhalten Sie dort.

Ambulante Pflegedienste und Pflegeinrichtungen, die die Voraussetzungen der § 72 SGB XI oder § 45a Absatz 3 SGB XI erfüllen, rechnen die Sachkosten mit der Pflegekasse ab.

Für die Abrechnung von Leistungen und Sachkosten registrieren Sie sich bitte einmalig über folgendes Formular:

Antrag auf Registrierung zur Abrechnung von Leistungen nach der Coronavirus-Testverordnung

Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular mit Unterschrift und Firmenstempel (sofern vorhanden zusammen mit der Bestätigung des Gesundheitsamtes zur Durchführung von Testungen (in Kopie)) an folgende

Adresse:
Kassenärztliche Vereinigung Bremen
Abrechnung/Honorarwesen
Schwachhauser Heerstr. 26/28
28209 Bremen

Nach der Prüfung und Registrierung erhalten Sie per Email Ihre unternehmensbezogenen Daten zur Identifikation sowie die Vorlagen und weitere Informationen, die Sie zur Abrechnung benötigen.

Abrechnung

Die Abrechnung der Leistungen und Sachkosten erfolgt ohne Personenbezug über eine Datei im CSV-Format, monatlich bis zum 15. Tag des Folgemonats. Pro Monat ist eine Abrechnungsdatei zu erstellen:

  • Bei den Schnelltests muss die Anzahl für die Erstattung der Sachkosten jeweils pro Monat angegeben werden. Je Schnelltest werden Sachkosten in Höhe von 3,50 Euro erstattet.

  • PoC-Antigen-Tests dürfen nur zur Anwendung kommen, wenn sie die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Marktübersicht dieser Tests. 

  • Stationäre und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe dürfen neben den Sachkosten 8 Euro für die Abstrichleistung abrechnen.

  • Vom ÖGD beauftragte Dritte, die nicht ärztliche oder zahnärztliche Leistungserbringer sind, dürfen neben den Sachkosten 8 Euro für die Abstrichleistung abrechnen.

  • Die entsprechenden Vorlagen zur Abrechnung, den Übermittlungsweg sowie die Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über die Erfüllung der Pflichten für Leistungserbringer (inkl. Datensatzbeschreibung) erhalten Sie nach erfolgter Registrierung. 

  • Die Angaben der getesteten Personen, des getesteten Personals und bei Schulungen von Einrichtungen entsprechend Name, Adresse und auftraggebende Person sind zu dokumentieren und bis zum 31.Dezemer 2024 aufzubewahren.

Nach § 8 der Coronavirus-Testverordnung behalten die KVen für die Abrechnung der Abstrichleistungen (nicht für die Sachkosten) einen Verwaltungskostensatz in Höhe von 3,5 Prozent des jeweiligen Gesamtbetrags der Abrechnungen ein. Dies gilt für Leistungserbringer, die nicht Mitglied dieser KV sind und noch keine Leistungen ihr gegenüber abgerechnet haben.

Jessica Drewes

Leitung Abrechnung/Honorar


Daniela Scheglow

Stv. Leitung Abrechnung/Honorarwesen


Doreen Rockemer

Pandemiebedingte Sonderaufgaben


Christoph Fox

Leitung Kommunikation und Vorstandsangelegenheiten