KV Bremen fördert eArztbrief mit 350 Euro - bis zum 30. Juni 2016

09.03.2016 |

Wer eArztbriefe über KV-Connect verschickt, profitiert von einer Fördermaßnahme der KV Bremen. 350 Euro winken für 20 verschickte oder empfangene eArztbriefe. Der Förderzeitraum ist um ein Quartal nun bis zum 30. Juni verlängert worden.

Was wird gefördert?

Die KV Bremen zahlt 350 Euro, wenn eine Praxis bis zum 30. Juni 2016 wenigstens 20 eArztbriefe über KV-Connect verschickt oder empfangen hat.
 

Wie geht das?

KV-Connect-Antrag und Förderantrag von der KV-Webseite laden, ausfüllen und an die KV schicken (Fax genügt). eArztbrief-Modul beim PVS-Anbieter bestellen und einen Installationstermin vereinbaren. Die Zugangsdaten werden von der KV per Post-Ident verschickt, das dauert zirka eine Woche. Diese Daten werden dann bei der Installation benötigt und in das System erfasst. Studieren Sie – und natürlich Ihr Personal – die Informationen, wie der eArztbrief in Ihrem System funktioniert. Achten Sie auf den E-Mail-Eingang in Ihrem KV-Connect Postfach. Nichts ist ärgerlicher als erst vom Patienten zu erfahren, dass der Kollege schon Daten elektronisch an Sie verschickt hat.
 

Wer macht mit?

Leider gibt es bisher in keinem Praxisverwaltungssystem ein wirklich gutes Verzeichnis der potenziellen Empfänger. Die KV Bremen veröffentlicht daher auf ihrer Homepage eine „händisch erstellte“ Liste. Bisher haben 40 Praxen aus Bremen und Bremerhaven ihre Teilnahme erklärt. Wenn Sie mit einem Kollegen viel kommunizieren (wollen), bleibt im Moment nur: Sprechen Sie ihn an. Sie müssen nur einmal ihre Mail-Adressen austauschen, dann können Sie in Zukunft den höheren Komfort nutzen.
 

Wie funktioniert der eArztbrief?

In 30 Praxisverwaltungssystemen ist der eArztbrief schon eingebaut und auditiert worden. Einen Link zu der Liste finden Sie im nebenstehenden Infokasten. Direkt aus der Patientenkarte im Praxisverwaltungssystem kann ein Brief erstellt werden. Mehr oder weniger komfortabel wird die KV-Connect Mail-Adresse des Kollegen eingegeben – da unterscheiden sich die Systeme stark. Dann kann der Brief verschickt werden. Bei einigen Systemen muss zusätzlich eine PIN eingegeben werden. Alle Praxisverwaltungssysteme haben so etwas wie ein Postfach eingebaut, das abgefragt werden muss. Dort liegen dann die empfangenen Briefe und können (meist) in die Kartei einsortiert werden. Dies geht bei manchen Systemen automatisch und viel besser als bei einem Fax.
 

Was kostet mich der eArztbrief?

Der eArztbrief ist ein Programmteil Ihres Praxisverwaltungssystems. Wieviel – und ob überhaupt – sie dafür bezahlen müssen, ist Sache des Herstellers oder Händlers. Manchmal entstehen auch Kosten für einen Technikereinsatz oder eine Einweisung.
 

Wie geht es weiter?

Der Austausch zwischen niedergelassenen Ärzten/Psychotherapeuten ist ein Anfang. Die KV Bremen ist mit einigen Krankenhäusern im Gespräch, die elektronische Entlassbriefe verschicken wollen. Nach unserer Erfahrung sind dort zwei hohe Hürden zu überwinden: Das zum Teil umständliche Freigabeverfahren der Briefe und die Unbeweglichkeit der Anbieter von Krankenhausinformationssystemen.