Psychotherapie-Richtlinie: Fragen und Antworten (FAQ)

Übersicht Psychotherapie-Richtlinie

 

Stichwort: Sprechstunden. Muß ich jeden Urlaubstag bei der Servicestelle melden?

Wenn Sie Ihre Termine selbst über den eTerminservice verwalten, ist das natürlich nicht notwendig. Denn dann liegt es in Ihrer Hand.

Haben Sie der Terminservicestelle Sprechstundentermine im wöchentlichen Rhythmus gemeldet, dann müssen Sie die Unterbrechung auch mitteilen. Andernfalls würden gegebenfalls Patienten falsch vermittelt werden.

Wer zahlt den Ausfall, wenn ein von der Terminservicestelle vermittelter Patient nicht erscheint? Ein grundsätzliches Recht auf ein Ausfallhonorar gibt es nicht. Dies ist nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen denkbar. Wenden Sie sich dazu an Ihre zuständige Kammer.
Darf man Patienten ablehnen, die über die Terminservicestelle kommen, z.B. Suchtkranke, Straftäter? Nein, zunächst nicht. Sollte zwischen Patient und Therapeut allerdings kein vertrauensvolles Verhältnis zustande kommen, kann die Behandlung natürlich beendet werden.
Darf ich übergangsweise reduzierte Erreichbarkeitszeiten und Termine angeben, wenn ich im kommenden Quartal nur noch einen halben Versorgungsauftrag habe? Nein.

Bin ich verpflichtet, eine feste Sprechstunde wöchentlich einzurichten, oder kann ich die Sprechstunde nach den Möglichkeiten meiner Praxis-Woche gestalten?

Die Psychotherapie-Richtlinie verlangt von Ihnen, dass Sie wenigstens 100 Minuten (bzw. 50 Minuten bei halbem Versorgungsauftrag) Psychotherapeutsiche Sprechstunde in der Woche vorhalten müssen. Dies können Sie in Form einer Terminsprechstunde oder als offene Sprechstunde organisieren. Der Hinweis „nach Bedarf“ oder „nach Vereinbarung" ist nicht möglich.

Der Terminservicestelle sollten Sie feste Sprechstundentermine melden. Diese können Sie bequem über den eTerminservice verwalten.

Die Verpflichtung zur Meldung von Sprechstunde und Akutbehandlung an die Terminservicestellen steht nicht in den Richtlinien. Das ergibt sich aus dem Sozialgesetzbuch V. Sowohl  Sprechstundentermine (S) also auch Termine für Akutbehandlungen (A) müssen der TSS gemeldet werden.
Der Bogen mit den Überweisungscodes enthält die Überschrift "gültig bis 2017". Die technische Beschränkung wurde aufgehoben.Die Codes gelten unbegrenzt über 2017 hinaus. Aber: Nutzen Sie sie sparsam.
Für die Ärzte ist bisher keine Veranstaltung angeboten worden. Die Veranstaltung für Psychotherapeuten wurde in den Räumen der KV Bremen von der Psychotherapeutenkammer angeboten.
Gibt es ein Handbuch für den Online Terminservice?

Eine gute Quelle ist die Online-Hilfe unten in der Terminplanung (evt. runter rollen, in weiß auf grau steht „Hilfe“, da gibt es auch Videos, die alles erklären).

Benutzerhandbuch Terminplanung (pdf - 65 kB)