Psychotherapie: Stundenkontingente für Menschen mit geistiger Behinderung erhöht

17.07.2019 |

Ab 1. Juli 2019 können Psychotherapeuten bei Menschen mit einer geistigen Behinderung mehr Stunden abrechnen. Das gilt für die psychotherapeutische Sprechstunden, die probatorischen Sitzungen und die Rezidivprophylaxe mit Bezugspersonen.

Menschen mit einer geistigen Behinderung sind Personen, bei denen eine Diagnose entsprechend des Abschnitts Intelligenzstörung (F70-F79) nach ICD-10-GM vorliegt. Die Diagnose muss in der Abrechnung angegeben werden.

Die psychotherapeutische Sprechstunde nach GOP 35151 kann als Einzelbehandlung (25 Minuten) höchstens zehnmal im Krankheitsfall durchgeführt werden, davon bis zu viermal mit Bezugspersonen ohne die Anwesenheit des Patienten.

Die probatorischen Sitzungen (je 50 Minuten) nach GOP 35150 können mit oder ohne Bezugspersonen bis zu sechsmal im Krankheitsfall durchgeführt werden.

Bindet der Psychotherapeut Bezugspersonen mit ein, können bei einer Behandlungsdauer von 40 oder mehr Stunden bis zu zehn Stunden und bei einer Behandlungsdauer von 60 oder mehr Stunden bis zu 20 Stunden für die Rezidivprophylaxe genutzt werden.