Selektivverträge der KV Bremen werden überarbeitet

18.10.2018 |

Die Selektivverträge sowie die Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung der KV Bremen werden derzeit überarbeitet. Darüber informierte der Vorstand der KV Bremen die Mitglieder der Vertreterversammlung auf der Sitzung am 16. Oktober.

Hintergrund: Bundesweit beanstanden das Bundesversicherungsamt und die Länderaufsichten Selektiv- und Hausarztverträge sowohl der KVen als auch von anderen Anbietern wie beispielsweise der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft des Hausärzteverbandes. Im Fokus sind alle Vereinbarungen, bei denen Honorarzahlungen an Diagnosen geknüpft sind.

Derzeit arbeiten die KV Bremen sowie die Vertragspartner von den Krankenkassen daran, die Verträge an die neuen Anforderungen anzupassen und die Honorare zu erhalten. Bis es soweit ist, laufen die „alten“ Verträge unverändert weiter. Das bedeutet: Die bekannten Abrechnungsmodalitäten gelten fort, Patienten können nach wie vor eingeschrieben werden.

In einem nächsten Schritt werden die Hausarztverträge der KV Bremen in sogenannte Vollbereinigungsverträge überführt werden. Dies ist das erklärte Ziel der Vertragspartner. Die AOK Bremen/Bremerhaven hat dies in ihrem Ärztemagazin bereits öffentlich gemacht. Vollbereinigungsvertrag bedeutet, dass die Vergütung nicht mehr als Zusatz auf EBM-Ziffern („add-on“) abgerechnet wird, sondern über Pauschalen. Die ausgezahlten Pauschalen werden von der Vergütung aus dem Kollektivvertrag abgezogen („bereinigt“).

Die KV Bremen wird darüber im kommenden Jahr mit den Krankenkassen in Verhandlung treten und lädt dazu neben den Partnern der NHL (Neue Hausarztliste) und der Vereinigung hausärztlicher Internisten Bremen (NHI) auch den Landesverband des Hausärzteverbandes ein.