Telematik-Infrastruktur: Bei der Bestellung einen Zusatz zur Kostenübernahme aufnehmen

31.05.2018 |

Für die Refinanzierung der TI-Anschaffskosten ist nicht das Bestelldatum relevant, sondern der Tag des ersten Versichertenstammdatenabgleichs. Wenn die Praxis beispielsweise im April bestellt hat, der Techniker im Juni alles gangbar gemacht hat und die erste Versichertenkarte im Juli durch das neue Kartenterminal gezogen wurde, dann kommt die nicht kostendeckende Pauschale für das dritte Quartal zur Auszahlung.

Deshalb, so die Empfehlung der KBV und der KV Bremen, sollten Praxen bei ihrer Bestellung beim PVS-Anbieter einen Zusatz zur Kostenübernahme aufnehmen:.

 

Zusatz für Ihre Bestellung:

„Erhalten wir von Ihnen in den kommenden 14 Tagen keinen schriftlichen Widerspruch, gilt dieses als Ihre vertragliche Zusicherung über die Geltung folgender ergänzender Regelungen:

Die Installation der bestellten Komponenten durch Sie oder ein von Ihnen beauftragtes Unternehmen wird im Quartal unserer Beauftragung erfolgen, sodass wir im Quartal der Beauftragung ein erstes VSDM durchführen können.

Sofern dieses nicht erfolgt, sichern Sie zu, dass Sie den vereinbarten Gesamtpreis entsprechend der Anlage 32 zum BMV-Ä reduzieren, so dass uns keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Ergänzend gewähren Sie uns, sofern Sie Ihre Leistungen nicht im selben Quartal der Bestellung erbringen, ein Rücktrittsrecht vom Vertrag. Wir sind berechtigt, dieses gegenüber Ihnen innerhalb von zwei Wochen nach Ende des Quartals, in dem wir Sie beauftragten, auzuüben.

Sie stellen uns ein QES-Update für unseren Konnektor zur Verfügung, ohne dass Sie hierfür weitere Kosten geltend machen werden.“

 

Fügen Sie diesen Zuatz an Ihre Bestellung. Die Passagen sind von
der KV Baden-Württemberg formuliert und rechtlich geprüft.