Terminservicestelle muss ab Oktober auch probatorische Sitzungen vermitteln

03.09.2018 |

Ab dem 1. Oktober haben Patienten für dringende Termine zur Probatorik Anspruch auf Vermittlung über die Terminservicestellen. Psychotherapeuten sind daher angehalten, wenigstens einen Termin pro Quartal an die Terminservicestelle der KV Bremen zu melden.

Die Terminservicestellen müssen ab 1. Oktober 2018 Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln. Voraussetzung ist, dass eine zeitnahe Behandlung erforderlich ist, was auf dem Formular PTV 11 (individuelle Patienteninformation) dokumentiert wird. Jeder Patient bekommt zum Abschluss der Psychotherapeutischen Sprechstunde diese Patienteninformation. Sie enthält einen Befundbericht mit Ergebnissen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Auf diesem Formular wurde nun ein Feld „zeitnah erforderlich“ hinzugefügt.

Kreuzen Psychotherapeuten dieses Feld ab Oktober an, hat der Patient Anspruch darauf, von den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen innerhalb von vier Wochen einen Termin für eine probatorische Sitzung vermittelt zu bekommen. Zusätzlich muss ein Überweisungscode auf das Formular geklebt werden. Mit diesem Code belegt der Patient gegenüber der Terminservicestelle seine Berechtigung. Dieses Verfahren kennen Psychotherapeuten bereits von der Vermittlung zur Akutbehandlung.

Die KV Bremen geht davon aus, dass – wie bei den Akut-Terminen – zunächst ein gemeldeter Termin pro Quartal und Psychotherapeut ausreicht, um die Nachfrage zu befriedigen. Über das PTV 11 und den Überweisungscode haben es die Psychotherapeuten in ihrer Gesamtheit selbst in der Hand, wie viele probatorische Sitzungen über die Terminservicestelle vermittelt werden müssen.

 

Termine im e-Terminservice eintragen und bearbeiten

Anmeldung über praxis.eterminservice.de oder praxis.eterminservice.kv-safenet.de.
Dort „KV Telematik Benutzerverwaltung“ anhaken und auf „Auswählen“ klicken.
Die Benutzerdaten aus dem PIN-Brief (von der KV)  eingeben. Oben den Benutzer nach dem Schema Vorname.Nachname.KVHB eingeben, darunter das Passwort, dann „Login“ klicken.
Sie sehen Ihre nächsten, bereits eingetragenen Termine in der  Übersichtsmaske nach Datum sortiert: freie-, gebuchte- oder blockierte Termine sind unterschiedlich hinterlegt.
Nach einem Klick auf „Termin hinzufügen“ wählen Sie „PT-Probatorik“ (oder Sprechstunde/Akutbehandlung), das Datum, die Uhrzeit und gegebenfalls eine Wiederholung. Mittels „Termin hinzufügen“ wird der Termin
oder die Serie in die Datenbank eingetragen.
Sie gelangen dann wieder zurück auf
die Übersichtsmaske, wo die aktuellen
Änderungen sofort sichtbar sind. Sie können jeden einzelnen Termin nun anklicken (auf die Uhrzeit) und löschen oder blockieren. Oder Sie klicken auf den Bleistift neben der Uhrzeit und können die ganze Terminserie löschen.

 

So können Sie Termine melden

Fon: 0421.988 859-10
Fax: 0421.988 859-20
Mail: tss@kvhb.de
Online: praxis.eterminservice.de

Die KV Bremen empfiehlt ihren Mitgliedern, die Termine online über den eTerminservice zu melden (siehe Anleitung unten). Damit können sehr flexibel auch einzelne Termine zum Beispiel bei kurzfristiger Abwesenheit herausgenommen werden. Außerdem gibt es dort eine Übersicht über die schon gebuchten oder geblockten Termine. Zugangsdaten können Sie – falls sie noch nicht vorliegen – über die Terminservicestelle der KV Bremen anfordern.

 

Was Sie sonst noch wissen sollten

Mit dem Ausfüllen des PTV 11 und dem Verwenden des Überweisungscodes hat die Fachgruppe es selbst in der Hand, wie viele Probatorik-Termine durch die Terminservicestelle vermittelt werden müssen. Natürlich können Patienten nach wie vor auch direkt an Kollegen vermittelt werden.

Alte PTV 11 dürfen ab dem 1. Oktober nicht mehr verwendet werden. Neben dem Ankreuzfeld für zeitnah erforderliche probatorische Sitzungen wurde die Bezeichnung der ICD-10-Felder redaktionell korrigiert. Praxen können die neuen Formulare wie gewohnt über die KV beziehen.
Ausfüllhilfe für das Formblatt PTV 11 (pdf - 90 kB)

Der Patient hat keinen Anspruch auf beliebig viele Vermittlungen. Nach der zweiten Vermittlung zur Probatorik durch die Terminservicestelle muss er sich selbst um Termine kümmern.

Wenn nach der Probatorik mit der Richtlinientherapie begonnen werden soll, beginnt das Antragsverfahren. Da gibt es keine neuen Fristen oder Regelungen.