TSVG-Beanstandung: Keine Zuschläge bei Terminen für U-Untersuchungen

21.10.2019 |

Haus- und Kinderärzte erhalten für die TSS-Vermittlung von Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter keinen Zuschlag nach GOP 03010 und 04010 auf die Versichertenpauschale. Das Bundesgesundheitsministerium hatte beanstandet, dass in diesen Fällen eine Abrechnung der Zusatzpauschalen rechtlich nicht vorgesehen ist.

Damit entfallen die oben genannten TSVG-Zuschläge, wenn an dem vermittelten Termin ausschließlich eine U-Untersuchung erfolgt. Werden weitere Leistungen durchgeführt, bleibt der Zuschlag bestehen.

Ärzte kennzeichnen weiterhin die von der TSS vermittelten Termine als „TSS-Terminfall“ – unabhängig davon, ob nur eine U-Untersuchung oder auch weitere Leistungen durchgeführt wurden.

Durch die Kennzeichnung erhalten Ärzte sämtliche Leistungen im Quartal in voller Höhe vergütet – also auch wenn der Patient nach der U-Untersuchung erneut behandelt wurde. Die U-Untersuchung selbst wird ohnehin als extrabudgetäre Leistung honoriert.

 

TSVG-Beanstandung: Ministerium sieht weiteren Nachbesserungsbedarf

Das Bundesgesundheitsminsiterium hat über die Beanstandung der Zuschläge für U-Untersuchungen weitere TSVG-Regelungen mit einer Auflage versehen. Hier müssen KBV und GKV-Spitzenverband nachbessern. Zum Redaktionsschluss des Landesrundschreibens Oktober lagen leider noch keine Details fest. Die KV Bremen wird umgehend informieren, sobald Einzelheiten bekannt werden (Landesrundschreiben, Homepage, Newsletter).