Verspätete Psychotherapie- Anträge: Krankenkassen fordern Geld zurück

18.07.2018 |

Antrags- und genehmigungspflichtige Psychotherapien dürfen nicht erbracht werden, bevor der Antrag bei der Krankenkasse gestellt wurde. Andernfalls drohen Rückzahlungsforderungen der Krankenkasse.

Folgende Regeln sollten Psychotherapeuten daher unbedingt befolgen:

  • Plant ein Psychotherapeut bei einem Patienten eine Kurzzeittherapie (KZT 1), so muss rechtzeitig ein Antrag (PTV1) bei der Krankenkasse des Patienten gestellt werden. Die Krankenkasse hat über eine Bewilligung des Antrags auf Kurzzeittherapie spätestens mit Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang zu entscheiden. Kann die Krankenkasse diese Fristen nicht einhalten, gilt der Antrag auch ohne Bescheid als bewilligt. Im Regelfall erhält der Patient eine formlose Bewilligung von seiner Krankenkasse.
  • Ist eine Umwandlung der Kurzzeittherapie in eine Langzeittherapie erforderlich, ist diese spätestens mit der achten Therapieeinheit der zweiten Kurzzeittherapie (KZT 2) zu beantragen. Bitte beachten Sie, dass die Umwandlung der Kurzzeittherapie in eine Langzeittherapie gutachterpflichtig ist.
  • Die Genehmigungs- bzw. Bewilligungsdaten der Krankenkasse müssen von den Psychotherapeuten in das Praxisverwaltungssystem eingepflegt werden.
  • Wenn noch keine Genehmigung bzw. Bewilligung der Krankenkasse im laufenden Quartal vorliegt, können die entsprechenden Behandlungsfälle erst im Folgequartal als  Vorquartalsfall in der Abrechnung bei der KV Bremen eingereicht werden.