Vertreterversammlung nicht überzeugt vom Augen-Notdienst

18.10.2018 |

Die Vertreterversammlung der KV Bremen hält an ihrem Beschluss gegen einen Spezial-Notfalldienst für Augenpatienten fest. Mit ihrem Vorschlag sind auch auf der Sitzung am 16. Oktober eine Gruppe Bremer Augenärzte sowie die beiden Augenkliniken im Land erneut nicht durchgedrungen.

In der Diskussion zeigten die Mitglieder der Vertreterversammlung Verständnis für die Lage der beiden Augenkliniken im Land. Gleichzeitig wurden Zweifel laut an der Wirksamkeit eines augenärztlichen Notfalldienstes, wie er von einer Gruppe Bremer Ärzte vorgeschlagen wird. Demnach soll es einen telefonischen Notdienst und ein stundenweisen Präsenzdienst geben. „Wir sehen nicht, wie ein Fenster-Dienst die Probleme der Augenkliniken in der Nacht lösen kann“, fasste der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Dr. Stefan Trapp, zusammen. Die Chefärzte der beiden Augenkliniken im Land, Dr. Andreas Mohr (Krankenhaus St. Joseph-Stift) und Dr. Erik Chankiewitz (Klinikum Bremen-Mitte), sowie der Obmann der Bremer Augenärzte, Dr. Michael Schlenz, hatten sich dafür eingesetzt, dass die Vertreterversammlung ihren ablehnenden Beschluss vom 5. Dezember 2017 zurücknimmt.