Warnung vor Schreiben der "Datenschutzauskunft-Zentrale“ - auf das Kleingedruckte achten!

01.10.2018 |

Zurzeit werden unaufgeforderte Schreiben einer sogenannten Datenschutzauskunft-Zentrale an die Mitglieder der KV Bremen verschickt, damit diese die gesetzlichen Verpflichtungen zur Umsetzung des Datenschutzes nach der EU-DSGVO angeblich erfüllen.

Das Schreiben erweckt den Eindruck, dass die Mitglieder der KV Bremen aus Datenschutzgründen die erbetenen Angaben machen müssen. Dieser Hinweis täuscht!

Die Aufmachung des Schreibens und der Hinweis auf die EU-DSGVO sollen darüber hinwegtäuschen, dass es hier nur um das Geld der Mitglieder geht. Im Kleingedruckten heißt es nämlich: „Die in diesem Auftrag genannte Person/Unternehmen erwirbt das Leistungspaket Basisdatenschutz. Dieses beinhaltet Informationsmaterial, ausfüllfertige Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DS-GVO. Basisdatenschutz-Beitrag jährlich netto, zzgl. Ust: EUR 498.“ Mit diesem Schreiben ist beabsichtigt, dass die Empfänger darüber getäuscht werden sollen, dass sie eine kostenpflichtige Leistung bestellen.

Nach der EU-DSGVO ist niemand verpflichtet, Daten und Angaben über seine Praxis an eine „Datenschutzauskunft-Zentrale“ zu übermitteln. Es handelt sich um einen Versuch, aus der Verunsicherung über die datenschutzrechtlichen Verpflichtungen aufgrund der EU-DSGVO Kapital zu schlagen.

DSGVO