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Bremen richtet zeitlich befristete Kinderambulanz ein

Bremen will eine temporäre Kinderambulanz, längstens bis zum 18. März 2023, im ehemaligen Kinderimpfzentrum Am Brill einrichten. Der Senat hat für dieses Vorhaben am 20. Dezember grünes Licht gegeben und der Zulassungsausschuss Ärzte/Krankenkassen bereits am 19. Dezember eine entsprechende Ermächtigung erteilt.

Die Gesundheitsbehörde hatte Ende vergangenen Jahres als Reaktion auf einen Brandbrief der Kinder- und Jugendärzte in Bremen zu Gesprächen eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern von Krankenkassen und der KV Bremen wurde besprochen, wie eine Entlastung der Kinder- und Jugendärzte aussehen könnte. Ergebnis war die temporäre Einrichtung einer zusätzlichen „Kinderarztpraxis“.

Die Kinderambulanz soll im Januar eröffnen und Patienten bis zu 17 Jahren mit saisonalen Erkrankungen und Erkrankungen, die durch eine hausärztliche Basisversorgung adäquat versorgt werden können im Impfzentrum Am Brill zur Verfügung stehen. Sofern Patienten in ihrer eigenen Kinderarztpraxis keinen Termin bekommen oder keine kinderärztliche Versorgung besteht, können sie während der Öffnungszeiten wochentags zwischen 9 und 16 Uhr mit dem medizinischen Callcenter Kontakt aufnehmen. Dort findet eine telefonische ärztliche Beratung im Sinne einer ersten Anlauf- und Beratungsinstanz statt. Sollte sich im Gespräch die Notwendigkeit einer direkten Patientenvorstellung ergeben, so wird ein Vorstellungstermin Am Brill vereinbart. Je nach Gesprächsverlauf erfolgt nur eine Beratung, Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ("Kindkrank") oder eine Zuweisung an die Behandlungskapazität Am Brill sowie Sonderzuweisungen an eine stationäre Versorgung oder weitere Praxen.

Die Gesamtkosten für einen dreimonatigen Betrieb belaufen sich nach Angaben der Behörde auf rund 500.000 Euro. Etwa ein Viertel der Summe wird von den Krankenkassen zusätzlich über Fallpauschalen finanziert. Den Restbetrag übernimmt die Gesundheitsbehörde.

 

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